Tag 1: Piora – Capanna Cadlimo: 8.4 km, 861 hm, 84 tmEs ist 5:45 Uhr und der Startschuss für die Trekkingwoche 2023 in der Wahlfachwoche ist gefallen. Bevor wir es jedoch vergessen, müssen wir gleich zu Beginn etwas wichtiges Anmerken. Erstaunlicherweise waren die Schüler*innen einige Minuten zu früh am Bahnhof, ja, sogar vor den Lehrpersonen. Ein Anblick, welchen Lehrperson viel zu selten sehen. Mit Malea Chenaux, Cöline Bürli, Jona Topalli, Nathan Boilat, Lionel Frey, Jonas Dietler, Sylvia Wartbichler und Karolina Kowalska
Wow, krass! Es atmen ja wirklich noch alle! Das muss kurz gefeiert werden! Wuhuu! Wir haben die vier Jahre überlebt! – So, es ist aber auch wieder genug mit der guten Stimmung. Ich habe dringend so ganz ernste Sachen zu bereden…Aber davor stelle ich mich schnell vor: Die letzten vier Jahre verliefen leider nicht ganz so erfolgreich, so dass ich nicht die berühmte Bad Bitch wurde, wie es normalerweise in allen High-School-Serien abläuft und jeder hier meinen Namen kennen müsste. Vielleicht kennt mich aber der eine oder andere als das Mädchen, das ihre Schwester als Schultasche mit in die Schule genommen hat. Auf jeden Fall…Ich bin Vaishnavi Thirupathivasan. Normalerweise würde ich jetzt einen Witz über meine Ethnie droppen, aber am Gymnasium Muttenz hat es einfach zu viele Tamilen. Von Vaishnavi Thirupathivasan (Fotos: Nu)
Geocaching ist eine digitale GPS-Schatzsuche, bei der man sich mit Hilfe von Koordinaten und einem Smartphone auf die Suche nach versteckten Dosen, sogenannten Geocaches, kurz Caches, begibt. Diese können sehr vielfältig sein, wie beispielsweise ein künstlicher Tannenzapfen oder eine magnetische Box an einem Metallträger. Das Spiel wird auf der ganzen Welt gespielt, dementsprechend gibt es in den meisten Gebieten der Erde, sei es im Wald oder in der Stadt, Caches, so auch in der Schweiz. Da ich eine begeisterte Geocacherin bin, habe ich mich entschlossen meine erste eigene Cacheserie «50-Jahre Gym Muttenz» im Rahmen meiner Maturaarbeit auszulegen. Insgesamt sind es sechs Caches, in deren Beschreibung sich jeweils ein Rätsel befindet. Die Runde dauert ohne das Lösen der Rätsel ca. 2 Stunden und führt an verschiedenen Orten in Muttenz vorbei, die während meinem Schulalltag von Bedeutung sind beziehungsweise waren. In den folgenden zwei Abschnitten erfahrt ihr, wie man das Spiel in nur fünf Schritten selber testen kann, und anschliessend die wichtigsten Details zu meiner Runde. Von Sophie Kessler (Text und Foto)
Martin Kiefer / Bild: Der Louvre und seine Ableger
Martin Kiefer war während 16 Jahren Kurator für Gegenwartskunst am Louvre in Paris. In der Mittagsveranstaltung vom 15. Juni durften ihm 140 SchülerInnen folgen und den Palast in Paris historisch entdecken, einzelne Meisterwerke kennenlernen, Insiderstories hören und erfahren, wie das «Haus alter Kunst» Brücken zu einer jungen Generation schlägt.
Organisation: Alexandra Thomann / Text: Ida Simon, 2MZ
In der Mittagspause mit einer kurzen Reise nach Paris den Schulalltag zu vergessen, um dem grössten Museum der Welt, dem Louvre, einen Besuch abzustatten, war eine spannende Erfahrung. Der langjährige Kurator für Gegenwartskunst, Martin Kiefer, hat uns bei der Mittagsveranstaltung «Den Louvre erleben» auf eine unterhaltsame Weise vielseitige Einblicke ins weltberühmte Museum gegeben.
Mit einer kurzen Präsentation der Pariser Stadtgeschichte und der Entwicklung des Louvre vom königlichen Palast zum Kunstmuseum gelang es ihm, uns sofort gedanklich 400 Kilometer weit bis nach Paris in die Welt der Kunst zu katapultieren. Darauf folgten interessante Einblicke in den Museumsbetrieb; zum Beispiel hat der Louvre 40 eigene Feuerwehrleute, die nicht nur die wertvollen Kunstgegenstände schützen, sondern auch bei den 445 Unfällen pro Jahr (meist kleinere Vorfälle unter den Besucher*innen) zum Einsatz kommen.
Wenn wir an den Louvre denken, kommt uns allen ziemlich bald die «Mona Lisa» von Leonardo da Vinci in den Sinn. Wir erfuhren einiges über das wohl berühmteste Gemälde der Welt und weitere legendäre Ausstellungsstücke, deren Bedeutung und Geschichte.
Martin Kiefer zeigte mittels Musikvideos der Popkultur, die im Louvre gedreht wurden, wie die historischen Gemälde und Skulpturen in Bezug zur modernen Welt gesetzt werden können. Der erfrischende Präsentationsstil und die interessanten Inhalte haben die Mittagsveranstaltung mit Martin Kiefer zu einer erfreulichen Abwechslung gemacht, die ausserdem dazu anregt, sich den über 10 Millionen Museumsbesucher*innen pro Jahr anzuschliessen.
Während der Sonderwoche vom 26. bis 30. Juni 2023 haben 14 Schülerinnen zum Thema Freiwilliges Engagement verschiedene Aktivitäten verfolgt. Die Woche begann mit einer theoretischen Einführung durch unterschiedliche Organisationen, wie zum Beispiel Benevol, der Fachstelle für Freiwilligenarbeit im Kanton Basel-Landschaft. In den folgenden Tagen haben die Schülerinnen selbst Hand angelegt und viel freiwillige Arbeit geleistet. (Text und Bilder von Teilnehmenden des Kurses)
Universität Basel: Diplom im Hauptfach Mathematik und in den Nebenfächern theoretische Physik und Astronomie. Lehrerseminar Basel: Ausbildung für das Lehramt Sek I und Sek II
Aktuelle Tätigkeit:
Mathematiklehrer am Gymnasium Muttenz, pensioniert seit Sommer 2022
Was hat Dir von der Schulzeit am Gym Muttenz am meisten geholfen?
Hochmotivierte Lehrpersonen die uns ein breitgefächertes Wissen vermittelten. Hilfreich war sicher auch, dass wir auf der persönlichen Ebene ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Lehrpersonen hatten.
Erzähle uns ein besonders eindrückliches Ereignis, das Du in Deiner Zeit am Gym Muttenz erlebt hast und an das Du Dich gerne erinnerst:
Im Fach Mathematik (Lehrer: Franz Fischer) beim Thema Kombinatorik hatten wir die Idee, als Klasse im Sport-Toto mitzumachen und alle möglichen Tipps abzugeben (sicherer Gewinn!). Da aber die Anzahl der möglichen Tipps unsere finanziellen Möglichkeiten bei weitem überstiegen hätte, haben unsere Fussballcracks angegeben, bei welchen Spielen der Ausgang und damit der Tipp klar sei. Von den restlichen Spielen haben wir gemeinsam alle möglichen Tipps angekreuzt und jeder hat seinen Beitrag bezahlt. Aus dem erhofften Millionengewinn wurde dann allerdings nichts, da unsere Fussballcracks mit ihren „sicheren“ Tipps völlig falsch lagen!
Bachelor auf der Primarstufe, aktuell Master in Sonder- und Heilpädagogik
Aktuelle Tätigkeit:
Schulische Heilpädagogin an der Primarstufe
Was hat Dir von der Schulzeit am Gym Muttenz am meisten geholfen?
Am meisten profitiert habe ich von den verschiedenen Aufgaben, die mir meinen Horizont erweiterten und die ich alle gleichzeitig managen musste. So lernte ich, mit Erfolg und Misserfolg umzugehen.
Erzähle uns ein besonders eindrückliches Ereignis, das Du in Deiner Zeit am Gym Muttenz erlebt hast und an das Du Dich gerne erinnerst:
Im ersten Jahr am Gym Muttenz erarbeiteten wir mit dem Chor und zwei weiteren Gym Chören ein riesen Projekt, das dann in der Martinskirche in Basel aufgeführt wurde. Das intensive Arbeiten, die vielen Stimmen und das Ergebnis (wie auch Bekanntschaften von damals) bleiben bis heute präsent.
Master of Science in Molecular Biology and der Universität Basel
Aktuelle Tätigkeit:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschung bei Idorsia Pharmaceuticals Ltd
Was hat Dir von der Schulzeit am Gym Muttenz am meisten geholfen?
Das Gymnasium hat mich and die Grundlagen des wissenschaftlichen Denkens herangeführt.
Erzähle uns ein besonders eindrückliches Ereignis, das Du in Deiner Zeit am Gym Muttenz erlebt hast und an das Du Dich gerne erinnerst:
Ich erinnere mich sehr gern an unsere Bildungsreise zur meeresbiologische Feldstation in Elba. Es war eine unglaublich spannende Erfahrung einen Einblick in die Forschung dort zu erhalten und wir verbrachten viele schöne Momente als Klasse wie z.B. das gemeinsame Übernachten am Strand.
Philip Wagner aus der Klasse 4WZ durfte am 25. Mai 2023 im Rahmen einer Ausstellung an der Hochschule der Künste in Bern (HKB) für seine ausserordentliche Maturaarbeit im Fach Bildnerisches Gestalten ein Diplom, verbunden mit einem Preisgeld, entgegennehmen. Mit «Unser freies Vaterland», einer Graphic Novel über das Aufwachsen in der Sowjetunion in den 1970/80er Jahren, überzeugte er die Jury und erreichte im gesamtschweizerischen Wettbewerb den beeindruckenden dritten Platz. Text und Fotos: Alexandra Thomann Scans: Philip Wagner
Studium an der Uni Basel – Wirtschaftswissenschaften
Aktuelle Tätigkeit:
Teilzeitstudium Wirtschaftswissenschaften Führung von einem selbstgegründeten Orchester (Animeorchester beider Basel) und Management Engagement von weiteren Jugendorchestern und dem professionellen Kammerorchester „I-Tempi“. Vorstandsmitglied vom Gesangsfest beider Basel 2023. (Abgeschlossenes Primarschulpraktikum an der Primarschule Liesberg, ehemaliger Teilzeitmitarbeiter als Sachbearbeiter der Kreismusikschule Pratteln Augst Giebenach)
Was hat Dir von der Schulzeit am Gym Muttenz am meisten geholfen?
Das Gymnasium Muttenz gibt den Schüler:innen viel Platz, sich künstlerisch und kreativ zu entwickeln. Zudem geben sich die Lehrpersonen und die Schulleitung viel Mühe, künstlerisch und musikalisch engagierte Schüler:innen vielfältig zu fördern. Ausserdem bietet das Gymnasium Muttenz auch ein breites musikalisches Projektangebot an, bei welchem auch nicht hochtalentierte jedoch motivierte Schüler:innen mitmachen können. Beispiele dafür sind der grosse Gym Chor oder der Wahlkurs Musical für die Abschlussjahrgänge. Man erlebt dabei zum Teil grosse und einzigartige Projekte und Erlebnisse, welche einem lange in Erinnerung bleiben können. Oder man erhält nie wieder die Chance im späteren Leben an solch grossartigen Projekten wie vor kurzem dem Verdi Requiem, oder bei mir damals das Oratorium Elias von Mendelssohn, teilzunehmen. Das Gymnasium Muttenz bietet natürlich auch sportliche Aktivitäten oder naturwissenschaftliche Aktivitäten. Jedoch kann ich mit Sicherheit sagen, dass das Gymnasium Muttenz im Vergleich aller Gymnasien im Kanton Baselland das grösste und beste Angebot dazu bietet, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Immerhin war mein persönliches Interesse für Musik vor dem Gymnasium sehr oberflächlich. Heute bin ich Feuer und Flamme für die Musik, auch wenn ich nicht Musik studiere. Vor 6 Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich heute in mehreren Chören und Orchestern mitwirke und ein eigenes Orchester gründe. 😉 Fazit: Das Gym Muttenz bietet nicht nur eine schulische Weiterbildung und eine Vergrösserung unseres Allgemeinwissens, sondern ebenfalls ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Angebot an Aktivitäten zu unserem teils strengen oder eintönigen Schulalltag.
Erzähle uns ein besonders eindrückliches Ereignis, das Du in Deiner Zeit am Gym Muttenz erlebt hast und an das Du Dich gerne erinnerst:
Ich könnte zum Beispiel viele einzigartige Momente aus verschiedene Konzerten mit dem Gym Chor erwähnen. Jedoch ist das eindrücklichste Ereignis eine fast alltägliche Situation gewesen. Dafür muss ich kurz ausholen.
Mein Interesse für die Musik vor dem Gymnasium war sehr tief, weil ich damals an der Sekundarschule eine sehr tiefe Resonanz bezüglich „meiner Musik“ erhalten habe. Zum Beispiel gab es die Aussagen klassische Musik klinge völlig langweilig oder 80er Popmusik ist schon völlig veraltet und öde. Die meisten haben sich damals den harten Deutschen Rap oder den zum Teil aggressiven Englischen Rap angehört. Diese Musik war mir trotz täglichen passiven Zuhörens auch damals nie geläufig. Um eine Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu finden, musste ich mich damals auch sonst oft auf irgendeine Art und Weise beweisen.
Auf der Zugfahrt mit dem Gym Chor zum alljährlichen Chorlager in Obergesteln waren alle Schüler:innen so offen und waren neugierig, sich kennenzulernen. Einige haben sich über klassische Musik unterhalten. Andere haben zur Band „Queen“ oder zu „ABBA“ gesungen oder sich Songs von heutigen Popbands wie Coldplay angehört. Von da an wusste ich, ich gehöre zu dieser tollen Gemeinschaft. Seitdem kann ich sagen, dass das Gymnasium auf ewig meine beste Zeit meiner Schullaufbahn bleiben wird.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.