Kategorie: Kultur

Zehn Minuten Schiller

von Daniel Nussbaumer

Meistens wird die Welt nicht von einem Virus tyrannisiert, sondern von machtgierigen und durchgeknallten Staatslenkern. Das wusste schon Friedrich Schiller vor über 200 Jahren. Denn er hatte es im Dunstkreis der Französischen Revolution erlebt. Gemäss dem Idealismus der deutschen Klassik entwickelte er ein Konzept zur ästhetischen Erziehung des Menschen. Zuerst sollten alle ihren Charakter veredeln, erst danach würde es der Menschheit gelingen, die Verhältnisse im Politischen zu verbessern. Das Mittel zu dieser Erziehung sollte die Kunst sein. In unserem Fall hier ist es die Literatur, genauer gesagt Schillers Ballade „Die Bürgschaft“, in der ein Tyrann zur Menschlichkeit erzogen wird. Im Video gehen wir mit Céline Acklin in die Mediothek des Gymnasiums. Sie liest „Die Bürgschaft“, umrahmt von Ausschnitten aus den „Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen“.

Und täglich grüsst das Murmeltier

Titelbild

von Yvonne Spaar

Gemütlich sitzt man mit einem neuen Buch auf dem Sofa, die Tasse Kaffee auf dem Tisch neben sich. Man beginnt zu lesen, doch nach geraumer Zeit überkommt einen das Gefühl, dass man die Geschichte bereits kennt. Nach der Theorie, welche Christopher Booker in seinem Buch „The Seven Basic Plots: Why We Tell Stories“ aufstellt, ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Denn nach dieser gibt es nur sieben Handlungsmuster, welche allen Geschichten zu Grunde liegen. Somit wiederholt sich das, was wir lesen, unendlich. „Und täglich grüsst das Murmeltier“ weiterlesen

Unsere Kolumnistin

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Was heisst hier „unsere Kolumnistin“? Eva Oberli ist doch UNSERE Kolumnistin! Seit über einem Jahr schreibt sie monatlich eine Kolumne für die BZ. Heute vergleicht sie das Corona-Virus mit einer Figur aus Harry Potter. Zudem fragt sie sich in dem ihr eigenen sarkastischen Stil, ob wir ein unbeschadetes Überstehen der aktuellen Krise überhaupt verdient haben. –Nu

Hier geht es zu Evas Kolumne:

https://www.bzbasel.ch/kommentare-bz/der-text-den-ich-nie-schreiben-wollte-137163494

Hier singen und tanzen die Ratten!

von Daniel Nussbaumer

Die Ratten sind noch da. Das Schiff sinkt also nicht! Corona ist eine Biermarke. Unsere Widerstandskraft ist gerüstet mit Galgenhumor, unser Gemüt gestärkt mit Gesang.

Munkustrap, Jennyanydots, Rum Tum Tugger, Grizabella, Demeter, Jellylorum und Bombalurina singen hier in unserem Blog noch mal in drei Videos und tanzen mit ihren Jellicle Rats auf der Müllhalde im Roxy Birsfelden. Die Videos zeigen Sequenzen aus „Rats – The Musical“ aus der Premiere vom 19.2.2020 und aus der Derniere vom 21.2.2020. Im Anschluss an die Videos folgt eine Foto-Galerie. „Hier singen und tanzen die Ratten!“ weiterlesen

„Rats“ – alles andere als Katzenjammer

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von Daniel Nussbaumer (Text und Bilder)

Nichts gegen die 80er Jahre. Sind wir nicht damals mit Träumen aus „Fame“ und „Flashdance“  vor dem Kalten Krieg geflüchtet? Haben wir uns nicht mit „Material Girl“ von Madonna vor den stummen Schreien der hungernden äthiopischen Kinder die Ohren verstopft? Haben wir uns nicht mit „Kuschelrock 1 bis X“ so in der Adoleszenz eingelullt, dass wir einen zweitklassigen Westernschauspieler in der Rolle des amerikanischen Präsidenten und eine eiserne Lady an der 10 Downing Street als die grösstmöglichen Regierungsirrtümer der Welt hinnahmen? Fragen über Fragen und Memories über Memories. „„Rats“ – alles andere als Katzenjammer“ weiterlesen

Black History Month

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von Mirjam Braun (Text und Fotos)

Mit dem 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wird im Jahr 1865 die Sklaverei in den USA offiziell abgeschafft und mit dem 14. Zusatzartikel zur Verfassung, welcher drei Jahre später in Kraft tritt, werden allen Bürgern der USA die gleichen Rechte zugesichert. Doch so einfach lässt sich Gleichberechtigung nicht durchsetzen und so leidet die schwarze Bevölkerung der USA weiterhin unter Restriktionen, Rassismus und Rassentrennung (Jim-Crow-Gesetze). Eine, die genug davon hat, andauernd diskriminiert zu werden, ist Rosa Parks. Im Dezember 1955 weigert sie sich, ihren Sitzplatz im Bus für einen weissen Fahrgast freizugeben. Sie wird festgenommen, angeklagt und zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. Dieses Ereignis sowie der darauffolgende „Bus-Boykott von Montgomery“ gilt als die Geburtsstunde der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung (Civil Rights Movement). Gewaltloser Widerstand und friedlicher Protest sind die Mittel der sozialen Bewegung, deren bekanntester Sprecher Bürgerrechtler Martin Luther King ist. „Black History Month“ weiterlesen