Doch dann kam der Krieg…

Als Andrea und ich uns in den Fasnachtsferien trafen, wollten wir eigentlich eine kulturelle Mittagsveranstaltung planen. Doch im Angesicht des frisch begonnenen Krieges schien uns die Idee so unpassend wie nur irgend denkbar. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine war omnipräsent und das Gefühl der Angst und vor allem der Machtlosigkeit erdrückend. Und wenn wir uns schon so ohnmächtig fühlten, musste es dann unseren Schüler:innen nicht genauso gehen?
Von Sophie Reichel und Andrea Weckbecker (Foto: Nu)

Doch dann kam der Krieg…

Chorfestival in Mulhouse

Um 11:34 ging es los. Am Bahnhof von Muttenz war ein Gewusel. Es lag eine gewisse Aufregung und Vorfreude in der Luft. Die S1 brachte uns nach Basel an den Bahnhof. Von dort aus ging es mit dem Zug weiter nach Mulhouse. Schon während der Zugfahrt war die Stimmung bei allen super. Es gab viele Gespräche darüber, wie das Konzert wohl sein und was uns erwarten würde. In Mulhouse angekommen liefen wir zusammen mit Herrn Huldi und Herrn Siegrist zum Theater, in welchem das Konzert dann später stattfinden sollte. Das Gebäude hatte ich mir ganz anders, viel kleiner vorgestellt. Nachdem wir nun alle wussten, wo das Theater ist, gingen wir zusammen in das Stadtzentrum. Dort haben wir natürlich zuerst ein Gruppenbild auf der Treppe des Rathauses gemacht.
Von Anna Fischer (Fotos: Tim Vaterlaus)

Chorfestival in Mulhouse

Durch Singen den Krieg bezwingen

Ein beklemmendes Gefühl kommt in mir auf. In meinem ganzen Körper spüre ich ein Kribbeln. Ich kenne dieses Gefühl nur all zu gut: Lampenfieber! Ich stehe eng eingequetscht zwischen meinen Kollegen und Kolleginnen, denen es genau so ergeht. Man hört das Rascheln der Besucher und Besucherinnen des Benefizkonzertes, welche sich jetzt alle in der katholischen Kirche zusammengefunden haben. Nun ist es so weit. Wir gehen langsam auf die Bühne.
Von Maxine Walder (Fotos: Daniel Nussbaumer)

Durch Singen den Krieg bezwingen

Gib uns Frieden!

Wenn in der brutalistischen Betonkirche in Muttenz eine Ukrainerin von der Flucht mit ihrer Familie erzählt und der Schweiz für die Aufnahme dankt, wenn unserer dolmetschenden Kollegin dabei die Stimme stockt, nicht weil sie die Sprache nicht beherrschen würde, sondern weil Worte nicht ausdrücken können, was die Menschen in der Ukraine erleben müssen; wenn dann die vereinten Gym Chöre von Muttenz und Liestal mit Verdi Ruhe für die Toten erflehen und mit einem Programm von Klassik bis Pop und Gospel um Frieden für die Lebenden bitten, dann schafft Musik einen jener Momente, ohne die wir komplett LOST wären im Leben. Ein weiterer Beitrag zum Benefizkonzert für die Ukraine ist in Arbeit. Dona nobis pacem! -Nu

Feel the Spirit

Mit einem Klick auf das Bild wird das Video in einem neuen Fenster abgespielt.

Nach vielen Proben und Tagen der Ungewissheit war es so weit: Das Weihnachtskonzert 2021 konnte endlich stattfinden. Zwar mit Maske und ohne Publikum im Saal, doch nach zwei Jahren ohne ein Weihnachtssingen konnte dies verkraftet werden. Dank unseren Technikern Felix Bitterli, Till Hablützel, Marino Raggini und Tim Vaterlaus, die einen aufwändigen Live-Stream produzierten, war es uns trotzdem möglich, etwas festliche Stimmung in die Welt zu tragen.  

Von Jana Hug und Tabea Sterchi

Feel the Spirit

Videos vom Chor-Highlight des Jahres

Wir zeigen hier das ganze „Back on Stage“-Konzert vom 25.8. im Stadtcasino Basel in fünf Video-Clips. Die Clips werden nach dem Klick auf das jeweilige Vorschaubild in einem eigenen Fenster abgespielt. Geniessen wir es! Wer weiss, wann wir wieder mit so vielen Jugendlichen zusammen vor Publikum musizieren dürfen? Hoffentlich bald! Die Reportage von Jan Soder und eine Fotogalerie zum Konzert finden Sie hier.

Videoaufnahmen und Aufbereitung der Clips: Daniel Nussbaumer

Videos vom Chor-Highlight des Jahres

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“

Klicken Sie das Bild und der Gym Kammerchor singt das Werk, über das Jürg Siegrist hier schreibt.

Dieser Satz von Ludwig van Beethoven hat für mich bis heute nichts an Bedeutung verloren. Es gibt für mich Werke, die über einen fast unfassbaren inneren Kern verfügen, die uns auf ganzheitlich menschlichen Ebenen erreichen können, wo Sprache keinen Zugang mehr findet. Wir sind mehr als nur das, was wir sprechen, schreiben oder berechnen können, und Musik ist eine Kunstform, wo das für uns immer wieder von Neuem erlebbar wird.

von Jürg Siegrist (Video: Daniel Nussbaumer)

„Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.“

„Back on Stage“ – Die Wiedergeburt des Chors

Von der Decke hängen vier imposante Kronleuchter. Über der Bühne thront eine riesige, brandneue, silber-goldene Orgel. In den in rotem Samt gekleideten Rängen sitzen wartende Zuschauerinnen und Zuschauer. Die hohen Spiegeltüren zum Balkon öffnen sich. Links und rechts sowie unten auf der Bühne betreten die Sängerinnen und Sänger den weltberühmten Saal des Stadtcasinos in Basel. Vom Parkett erklingt Applaus. Schliesslich ergreift Christoph Huldi das Wort: «Einen wunderschönen Abend, mein liebes Publikum!» Der Chor des Gymnasiums Muttenz, er lebt wieder.

von Jan Soder (Bilder: Daniel Nussbaumer)

„Back on Stage“ – Die Wiedergeburt des Chors

Der Gym Chor im Stadtcasino

Klicken Sie das Bild, um das Video in einem anderen Fenster abzuspielen.

Unser Video zeigt die Eröffnung des Konzertes mit den zwei Chorstücken „Come with me, my love“ von Yolán Trabsky und „Open up my heart“ von Tore W. Aas. Soli: Josephine Odermatt, Tabea Sterchi. Klavier: Olivia Zaugg. Leitung: Christoph Huldi.

Kamera und Impressionen: Daniel Nussbaumer

Der Gym Chor im Stadtcasino