Schlagwort: Literatur

Das Recht auf die eigene Geschichte

Martin R. Dean

Rede zum Menschenrechtstag am 15. November 2018

von Martin R. Dean (Foto: Nu)

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

geehrte Schulleiterin, geehrte Schulleiter,

Sie hören, wie pedantisch ich die männlichen und weiblichen Anredeformen gebrauche. Mit dieser Höflichkeitsformel komme ich sprachlich einem Menschenrecht nach, das die Gleichstellung von Mann und Frau fordert.

Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 1948

Jede Person hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. „Das Recht auf die eigene Geschichte“ weiterlesen

Slammt euch!

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

Auch nach der Abgabe der SA und nach Notenschluss ging da noch was: Am Donnerstag haben die zweiten FMS-Klassen einen Poetry Slam durchgeführt. Je fünf Schüler*innen pro Klassen performten ihre Texte vor den ca. 60 Kolleginnen und Kollegen. Livia Töngi aus der F2c konnte die drei Jury-Gruppen zur höchsten Bewertung hinreissen und entschied dieses kollegiale Battle für sich. Weitere Preise bekamen Marc Pignat (F2a), Dan Walmeroth (F2b) und Saskia Clauwaert (F2c). Statt die Leistung des Jahrgangs hier einfach zu loben, reimen wir ein paar Zeilen auf den Anlass und auf das Engagement dieser Jugend. Dazu posten wir ein Bild von allen Performern.

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Welche Farbe hat deine Haut?

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von Gina Pelosi (Fotos: Daniel Nussbaumer)

«Vo wo chunsch?» Diese Frage beantwortest du normalerweise ungefähr so: «Ich wohn in Muttenz.» Danach würde sich das Gespräch in Richtung deiner Goldfische oder des wunderschönen sonnigen Wetters bewegen. Alles bleibt angenehm oberflächlich. Perfekter Small-Talk. Doch «Nei, ich mein, vo wo chunsch würkli?» würde dich eher stutzig machen. «Ähm, vo Muttenz?» Genau dieser Gesprächsverlauf ist jedoch für Fatima Moumouni Routine. Warum?

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Der Preis der Wahrheit 

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von Céline Acklin (Fotos: Daniel Nussbaumer)

Dunkle Wolken ziehen auf, als ich mich dem Gymnasium Muttenz nähere, dem Schauplatz des Theaterstückes „Ein Volksfeind“, das von der Theatergruppe Rattenfänger neu inszeniert und als Freilichttheater aufgeführt wird. Es erstaunt, wie gut die Rattenfänger den Platz in einen Auftrittsort verwandelt haben, als würde er zur Schule gehören und wäre schon immer ein Teil davon gewesen. Und doch ähnelt die Szenerie nicht einem gewöhnlichen Theater. Es fühlt sich viel lebendiger an, als wäre man wahrhaftig am Ort des Geschehens und auch selber ein Teil davon. Doch diese Lebendigkeit birgt auch ihre Tücken, denn schon bald fängt es leicht zu regnen an und die Leute werden nervös. „Der Preis der Wahrheit „ weiterlesen

Literatur im Rampenlicht

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Ein Projekt im Deutschunterricht, eine Reportage von der Verleihung des Schweizer Buchpreises 2018 im Theater Basel und eine Rezension des Siegerromans von der Klasse 4Wa (Titelfoto: David Koller)

Moderne Literatur ist zwar durchwegs im Lehrplan des Gymnasiums Muttenz zu finden, jedoch sind selbst diese dort behandelten Stücke an der Grenze zur Antike. Daher verleitete der jährliche Verleih des Schweizer Buchpreises die Klasse 4Wa unter der Leitung von Johanna Kempfert zur genauen Betrachtung der diesjährigen Kandidatinnen und Kandidaten. Namentlich wären dies Das Eidechsenkind von Vincenzo Todisco, Die Überwindung der Schwerkraft von Heinz Helle, Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt von Peter Stamm, Die Hochhausspringerin von Julia von Lucadou und Hier ist noch alles möglich von Gianna Molinari. Jede der fünf Gruppen wurde ein Buch zugeteilt, wobei die Bearbeitung jedes Buches sehr selbstständig erfolgte. Ziel war es, der Klasse die aktuellen Thematiken der Bücher zu vermitteln. Dies erfolgte in Form eines Vortrages, für den die Gruppen jeweils ein Plakat gestalteten, um den Inhalt des Buches visuell wiederzugeben. „Literatur im Rampenlicht“ weiterlesen

„Ihr seid aber sehr straightforward!“

Ines Siegfried (vorne) begrüsst das Publikum, Desirée Thommen (ganz links) und Maurice Jäger (daneben) moderieren das Gespräch

In seinem Roman „Opoe“ erkundet der Autor Donat Blum das Leben seiner fiktiven Grossmutter. Die Klasse F2b von der FMS Muttenz stellte am Sonntag, dem 11. November, Autor und Werk in einem Gespräch an der BuchBasel vor.

von Timo Kröner (Text, Bilder)

Der Galeriesaal des Volkshauses liegt direkt neben dem Unionssaal, in dem zeitgleich im Rahmen der BuchBasel eine Veranstaltung mit Denis Yücel stattfindet. Dort wird der Blick auf die grossen Konflikte der Weltpolitik geworfen, hier auf die feinen biografischen Spuren von Individuen, die sich selber suchen und im Leben des anderen finden. „„Ihr seid aber sehr straightforward!““ weiterlesen

Lesen macht reich

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von Daniel Nussbaumer

Das geht nur in Träumen oder in der Literatur: in der Mittagspause einmal um die Welt, in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen. Die Klassen 2Wa und 2MS haben an ihrem Literaturmarkt zwanzig Romane an Ständen präsentiert und die Besucherinnen und Besucher darüber informiert, warum es sich lohnt, sie zu lesen. Sie kosten wenig, wenn man sie kauft, und gar nichts, wenn man sie in der Mediothek ausleiht, aber sie machen reich an Wissen, Gefühl und Glück.

Und das sind sie:

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