Shakespeare in der Badewanne

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«Ein Sommernachtstraum», im 16. Jahrhundert von Shakespeare geschrieben. Das ist doch einfach nur ein alter Klassiker, den jeder kennt. Der hat doch nichts mit dem 21. Jahrhundert zu tun. Oder etwa doch? Der Freifachkurs Theater des Gymnasiums Muttenz zeigte unmittelbar vor dem Lockdown infolge der Corona-Epidemie unter der Leitung von Aurel von Arx mit Badewanne, Glitzeranzug und vierfacher Besetzung, wie sich dieser Klassiker durch ein weiteres A vom alten Traum zum modernen Trauma verwandelt.  

Von Lisa Güetli (Fotos: Daniel Nussbaumer)

Shakespeare in der Badewanne

Memories of Jellicle Rats  

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Rattenschwänze und Bühnenlicht gehörten zu unserem Alltag; Vocal rest, Abschminkfett und Warm-up zu unserem Vokabular. Zehn Monate haben wir gemeinsam Ideen entwickelt, einander motiviert und kritisiert. Es war ein langer und intensiver Weg zu unseren Musical-Shows «Rats» im Roxy Birsfelden, doch es sind Erinnerungen, die wohl immer ein Teil von uns bleiben werden.

von Gina Pelosi (Text und Fotos)

Memories of Jellicle Rats  

Gut klicken und hinter die Kulissen schauen 

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Dominik Petko, Foto: Frank Brüderli

Dominik Petko ist Professor für Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich. Wir haben uns mit ihm Ende März in einer Videokonferenz über den Corona-Lockdown und den Fernunterricht unterhalten. Unsere Fragen und seine Antworten zum digitalen Lernen spiegeln also den Erfahrungsstand zu Beginn der Schulschliessungen. Gut klicken und hinter die Kulissen schauen 

Was wir gelernt haben

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von Brigitte Jäggi, Rektorin (Foto: Nu)

Was für eine ungewöhnliche Zeit, auch für die Schulen! Die einen beschwören bereits jetzt die verheerenden Folgen für unsere Jugendlichen und befürchten, sie würden noch lange unter den Folgen des Fernunterrichts leiden. Die andern wähnen sich bereits in der Zukunft, in welcher der Computer in der Arbeitswelt und an den Schulen einen zentralen, wenn nicht dominierenden Platz einnimmt. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit, wie immer, in der Mitte. Was wir gelernt haben

Corona Lektion Nr. 1 

Schulzimmer

von Jan Hitz, Konrektor (Fotos: Nu)

Freitag 13. März: Die Corona-Fallzahlen sind innerhalb von wenigen Tagen auf fast 1400 gestiegen. Noch läuft im Gymnasium Muttenz der Unterricht wie gewohnt, um die tausend Menschen gehen ihren Aufgaben im Schulhaus nach. Gespannt verfolgt die Schulleitung um 15.30 Uhr die Medienkonferenz des Bundesrates. Nach wenigen Minuten ist es klar: Die Schulen werden landesweit geschlossen. Ab sofort. Es wird laut auf den Gängen, vereinzeltes Jubeln ist zu hören, aufgeregtes Geplauder begleitet die eiligen Schritte auf der Treppe. Dann wird es still und leer im Schulhaus. Corona Lektion Nr. 1 

Teams-Slam

 

TItel_PS_EFPoetry Slam ist seit seinen Anfängen unter Mark Smith subversive Gegenkultur. Die ersten Slams in Chicago wollten wegkommen von der Wasserglas-Autorenlesung des Verlags-Marketings. Mit den Jahren ist der Poetry Slam jedoch auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Stars wie Bas Böttcher oder Hazel Brugger sind regelmässig im Fernsehen zu sehen. Auch aus dem Deutschunterricht ist Poetry Slam mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Er verspricht vieles: selbstgesteuertes Schreiben, Autonomie in der Themenwahl, selbstwirksame Auftritte und ein johlendes Publikum. Gute Laune ist garantiert, denkt man – dachte man. Denn dann kam Corona.

Teams-Slam

Auf uns!

Eva Oberli konnte ihre Rede nur vor ihrer eigenen Klasse, der 4MS, halten, weil die Zeugnisübergaben im Corona-Jahrgang klassenweise gestaffelt stattfanden. Die Klassenfotos in Originalgrösse und der Bericht zur Maturfeier sind im hier verlinkten Beitrag. In der Video-Aufzeichnung oben spricht Eva zu ihrer Klasse, ihrem Jahrgang und zu sich selbst. Wir publizieren hier auch den Redetext. Und darunter folgt die Bildreportage der gesamten Maturfeier vom 16. Juni 2020, 15.00-20.00 Uhr. Hinter den Kameras: Heinz Altwegg, Anna Esch und Daniel Nussbaumer.

Auf uns!

Die FMS-Zeugnisübergabe in drei Akten

FMS-Abschlussfeier 2020

von Jan Pagotto (Text) und Daniel Nussbaumer (Fotos)

Liebe FMS-Absolventinnen und -Absolventen

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde, liebe Lehrpersonen und Mitarbeitende, liebe Anwesende

Ja, dieses Jahr ist alles anders und wir dürfen nur eine bescheidene, kurze Zeugnisübergabe durchführen, obwohl wir doch alle so gerne so richtig und ausgiebig feiern würden.

Aber jetzt wird nicht mehr gejammert. Machen wir das Beste daraus. Freuen wir uns über Ihre Leistungen und Ihren Erfolg. Seien Sie stolz auf sich! Ihr Zeugnis ist so viel wert wie dasjenige Ihrer Vorgängerinnen und Vorgänger, und das ist sehr, sehr viel.

Die FMS-Zeugnisübergabe in drei Akten

Wir nennen es trotzdem Maturfeier

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

135 rote Maturzeugnisse des Kantons Basel-Landschaft hat das Gym Muttenz dieses Jahr ausgestellt und am 16. Juni in der Aula Polyfeld an die Maturi und Maturae aus sieben Klassen verliehen. Eine Feier im üblichen Rahmen mit Versammlung des gesamten Jahrgangs und Angehörigen in einem Raum, mit Festreden und Chorgesang und mit Apéro und durfte es aber nicht werden. Nichtsdestotrotz gratulierte die Rektorin Brigitte Jäggi den Jugendlichen siebenmal hintereinander und klassenweise gestaffelt zum bestandenen Abschluss. Sie zeigte sich überzeugt, dass die Jugendlichen gelernt hätten, offen zu sein für Neues und Ungewohntes und deshalb auch besonders gut gerüstet seien für die Zukunft. Jäggi wünschte sich und den Maturi und Maturae, dass sie neugierig und wertschätzend in die Zukunft schreiten würden, mutig bereit, die nötigen Dinge in die Hände zu nehmen in dieser Welt. „Seien Sie stolz auf sich, verändern Sie die Welt zum Guten und werden Sie glücklich dabei.“

Wir nennen es trotzdem Maturfeier

Der Landeplatz der Zukunft

Maturrede von Martin R. Dean (Video: Daniel Nussbaumer)

Liebe Maturandinnen und Maturanden,  

leider kann ich heute nicht direkt zu Ihnen sprechen. Dennoch hoffe ich, dass meine Worte Sie erreichen, auch wenn sie den Verlust, den Sie durch das Ausfallen der Maturfeier erfahren haben, kaum mildern können. Ihnen  fehlen die letzten Wochen Unterricht, die Sie noch einmal als Teil der Klasse hätten erleben können, auch die letzten Lektionen, in denen wir uns noch einmal begegnet wären. Ihnen fehlt mit der Abschlussfeier auch eine Zeitmarke, die sich im Gedächtnis eingräbt. Das alles macht das Abschiednehmen schwer. Denn jedes Fest stellt eine Vergegenwärtigung und zugleich eine Schwelle ins Neue dar.

Der Landeplatz der Zukunft