Schlagwort: Sparpolitik

Klare Positionen? – Klare Positionen!

Foto: Nu

Am 23. September 2015 fand in der Aula der FHNH eine Podiumsdiskussion zu den Nationalratswahlen statt. Einige Klassen haben die Veranstaltung zusammen mit ihren Geschichtslehrpersonen im Unterricht vorbereitet. Die Schülerinnen und Schüler haben sich intensiv mit den Podiumsteilnehmern auseinandergesetzt, ihre Positionen analysiert und Fragen formuliert, die Grundlage für die Gesprächsführung von Moderator Dieter Kohler (Redaktionsleiter SRF Regionaljournal Baselland) waren. Thematische Schwerpunkte des Gesprächs waren Migration/Flüchtlinge, Energiewende, Sparmassnahmen in der Bildungspolitik und die Gleichstellung Homosexueller. Auf dem Podium haben die folgenden Nationalratskandidatinnen und -kandidaten diskutiert: „Klare Positionen? – Klare Positionen!“ weiterlesen

Stimmen zum Sparen

,,Bildungsabbau nicht mit uns!“

Ich höre es noch in meinen Ohren. 500 SchülerInnen versammelt vor dem Regierungsgebäude in Liestal. Grund dafür: die Sparmassnahmen von Frau Gschwind und ihren Verbündeten. Sie legen uns „Optimierungspläne“ vor, die Aussage ist klar: Platz den Strassen, verbaut die Bildung. Wir sollen auf Klassenlager, Freifächer und bezahlten Musikunterricht verzichten, dafür sollte Frau Pegoraro ihr ELBA-Ausbau-Projekt verwirklichen dürfen. 1,8 Milliarden Franken hätte der Spass gekostet. Das einzig Witzige daran ist die Dreistigkeit der rechtsbürgerlichen Regierung, die meint, wir lassen uns das gefallen. Eine Zweiklassengesellschaft aufzubauen kann und darf nicht das Ziel sein. Sobald wir aber für Musikunterricht bezahlen müssen, wird dies der Fall sein. Wenn Freifächer gekürzt werden, kürzt man uns die Möglichkeit auf freie Entfaltung. Wenn Klassenlager wegfallen, lernen wir wichtige soziale Aspekte erst spät oder nie kennen. Unsere Ressourcen werden knapp, wir betonieren alles zu. Was uns bleibt, ist die Bildung – eine Strasse, die nicht in einer Sackgasse endet. Caroline Stephan, SO-Präsidentin „Stimmen zum Sparen“ weiterlesen

Bildungsstalinismus

oder: Was wir von der Welt nicht lernen wollen, von Willi Ebert

Rostow-am-Don, Juni 2011. Heute ist der Tag X. Im ganzen russischen Riesenreich finden die Schulabschlussprüfungen statt, und zwar dieselbe Prüfung und gleichzeitig, d.h., um eine Stunde verschoben, je nach Zeitzone, und in sechs Varianten. Aber damit haben die Maturanden längst leben gelernt. Schon Monate zuvor konnte man auf dem Internet die Aufgaben kaufen (für einen Dollar das Stück) und die Lösungen (zwei Dollar), ja, gewisse Aufgaben waren schon auf dem Netz, bevor sie die Moskauer Prüfungskommission beschlossen hatte! „Bildungsstalinismus“ weiterlesen

Titanic und die Kultur im Eisberg

von Eric Schmutz

Kürzlich sah ich die Titanic mit einem Eisberg kollidieren und mit dem wie immer adrett gekämmten Leonardo DiCaprio in die Tiefe der Kinoleinwand sinken. Ich sah den Untergang des Dampfers, auf dem zwischen der ersten und der dritten Klasse die Kulturen aufeinanderprallen. Oben das schöne Leben mit Musik, Kunst und gehobener Unterhaltung, unten Starkbier und wilde Party. Millionenfach seit dem realen Untergang 1912 musste das Schiff als Metapher herhalten für das Scheitern der technisierten und kultivierten Welt. „Titanic und die Kultur im Eisberg“ weiterlesen