Maturrede von Roger de Weck

Gehalten am 19. Dezember 2014 im Kultur- und Sportzentrum Pratteln

Liebe Maturandinnen und Maturanden

Geschätzte Anwesende

In diesem Gymnasium haben Sie gelernt, sich eine Meinung zu bilden – so war es für mich nicht. Ich erinnere mich an die eigene Gymnasialzeit in Zürich, da hatte man keine Meinung zu haben. Uns wurden Meinungen verpasst. Heute sind Gymnasien nicht mehr so starr, wie das einmal so war, und dass man diese Starre überwunden hat, ist eine Errungenschaft.

Ihre Lehrerinnen und Lehrer haben für Sie die Voraussetzung geschaffen, dass Sie sich die eigene Meinung bilden können, ohne Ihnen eine Meinung aufzuzwingen. Aber: Was ist Meinung? Maturrede von Roger de Weck

Warum braucht es eine Auseinandersetzung mit Natur am Gymnasium?

von Markus Hilfiker

Am 15. Dezember 2014 brachte der Tagesanzeiger als einzige Schweizer Zeitung die Meldung, der Bund plane, für das Fracking – eine äusserst umstrittene Gasfördermethode – die Gesetze zu lockern. Im Artikel wirft ein namhafter Geologe den Gegnern des Verfahrens fachliche Unkenntnis vor: „Der Widerstand ist leider rein emotional begründet.“ Nebenbei: Denselben Satz hörte ich vor 35 Jahren als Gymnasiast bei einem Besuch im AKW Gösgen auch schon einmal. Gebohrt werden soll u. a. in der Region des Bodensees, der fast fünf Millionen Menschen als Trinkwasserreservoir dient. Warum braucht es eine Auseinandersetzung mit Natur am Gymnasium?