Schlagwort: Cromatik

Soundcheck, Spaghetti und die Arbeit einer SO

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von Eva Oberli und Vanessa Müller

Ich stehe etwas desorientiert im Industriegebiet von Pratteln am Ende einer abschüssigen Strasse. Hierher geführt hat mich Google Earth unter der Suchanfrage „Konzertfabrik Z7“. Es ist kurz nach vier Uhr, der Himmel ist wolkenverhangen, das Areal verlassen. Der einzige Hinweis darauf, dass ich mich tatsächlich am richtigen Ort befinde, sind die zwei Anhänger mit der Aufschrift Z7 am Strassenrand und dumpfe Bassklänge, die aus dem Innern der Fabrikhalle vor mir dringen. Ich versende eine SMS mit meinem Standort, kurz darauf öffnet sich das Eisentor und Julie von Büren, die Vorsitzende der SO, kommt mir entgegen. Beim Betreten der Konzerthalle schlägt mir der Geruch von Spaghettisauce entgegen, die Bässe lassen den Boden vibrieren und wummern im Mauerwerk.  „Soundcheck, Spaghetti und die Arbeit einer SO“ weiterlesen

Was bleibt, sind wir – die RockNight 2018

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

Sie hat gerockt, gejazzt, gefunkt, gesoult, gerappt, getrasht und gepoppt. Und sie hat das gemacht, was Musik am besten kann: uns eine Tür in unser Inneres geöffnet. Die RockNight 2018 im Z7 in Pratteln. Sechs Bands der Gymnasien Liestal, Münchenstein und Muttenz, alle hier im Blog porträtiert, haben während jeweils einer halben Stunde ihre Chance genutzt, auf der Bühne des grössten Konzertsaales der Nordwestschweiz dem Publikum ihr Bestes und Ehrlichstes zu geben: die Musik, die ihnen aus der Seele schreit, in ihren Adern pulsiert, in ihren Köpfen Struktur bekommt, in ihren Händen Gestalt annimmt und aus ihren Stimmen klingt. „Was bleibt, sind wir – die RockNight 2018“ weiterlesen

Cromatik: Vom Duschen und Jammen

Von Helena Bühler, Lisa Güetli und Gina Pelosi (2MS)

Joshua reisst die Türe auf: „Sali zämme, leider isch unsere Bassischt nonig do. Mir hän zwar abgmacht 4i, aber er het nit checkt, dass scho 4i isch und isch no i de Stadt. Ihr chönet aber glich schomol abecho.“ Wir folgen Joshua in den Keller von Jakobs Haus, wo sich der gemeinsame Bandraum befindet. Dort warten zwei weitere Bandmitglieder auf uns: Jakob und Eric. „Mir hän extra ufgruhmt und glüftet für euch.“ Trotzdem müssen wir uns durch den Mini-Urwald von Instrumenten und Kabeln zu unseren Stühlen schlängeln. Da Alessio noch nicht da ist, beginnen die anderen mit dem Stimmen und Einspielen. Beim Einstecken der vielen Kabeln fehlt zuerst mal der Strom und später dann der richtige Anschluss. Währenddessen schauen wir uns genauer im Raum um. Die Wände sind mit Vorhängen und Karton abgedeckt und mitten drin hängen zwei einzelne Eierschachteln.  Wir müssen lachen.

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