Singen und Kuchen kaufen für die Zukunft der Menschheit

Ich singe und kaufe Kuchen für die Ukraine. Ich gehe auf die Strasse für Black Lives Matter und fürs Klima. Ich fliege nicht, ich esse kein Fleisch, ich setze sogar Gendersternchen. Doch was bringt mir das alles, wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wenn unzählige weitere, nicht weniger schlimme Kriege auf der Welt geführt werden, wenn in Australien ein Fünfjahrhunderthochwasser eintritt und dies nun alle fünf Jahre zu erwarten sein muss, wenn gleichzeitig Nationalräte den Klimawandel leugnen und die Schweiz das CO2-Gesetz ablehnt, wenn Multimilliardäre ein Wettrennen zum Mars veranstalten, während ihre Angestellten in Flaschen urinieren müssen, und wenn während all dem ein tödliches Virus die Welt und mein Sozialleben lahm legt und dazu beiträgt, dass Nazis stolz durch Bern marschieren können? Herzlich wenig. Doch darauf zu verzichten, käme der Kapitulation gleich, und auch wenn eine Kriegsmetapher unter den aktuellen Umständen an Sarkasmus nur schwer zu überbieten ist: Kapitulation ist nur für Loser.
Von Jan Soder (Foto: Nu)

Singen und Kuchen kaufen für die Zukunft der Menschheit

Klimagarten 2085

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Foto: Nasifa Mohamed

von Regina Bandi

Können Sie sich an den Film „Interstellar“ aus dem Jahr 2014 erinnern? Er handelt von einer Erde, die dem Klimawandel zum Opfer gefallenen ist. Sie ist (zumindest in den USA) ausgetrocknet und auf den Feldern ist von allen Kulturpflanzen lediglich der Mais übriggeblieben. Riesige Staubwolken, welche erbarmungslos alles mit einer braunen Schicht überziehen, vermitteln das Bild eines traurig-öden Wüstenplaneten. Als Folge davon machen sich die Menschen auf die Suche nach einem neuen Zuhause im Weltall. Klimagarten 2085

Der Abdruck einer Generation

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„Exit 27“ beim Auftritt im Z7 Pratteln an der RockNight 2019, Foto: Gina Pelosi

von Julie von Büren, SO-Co-Präsidentin, Maturandin 2019

Es ist kurz vor Mitternacht. Ich sitze auf dem Bühnenrand, blicke zu den Scheinwerfern empor, deren Lichtstrahl die Staubpartikel der Luft im Tanz erstrahlen lässt. Es ist Stille eingekehrt, das Publikum hat die Konzerthalle schon lange verlassen und nur noch vereinzelt hört man Schritte hinter der Bühne. Gedankenverloren rolle ich das zurückgebliebene Kabel auf und bin stolz. «Schon krass», denke ich mir, «was wir alles auf die Beine gestellt haben.»

Der Abdruck einer Generation

Man braucht Kunst, um die Welt zu verstehen.

„Man braucht Kunst und Kultur, um die Natur zu verstehen.“

von T. Kröner, Fotos: Patricia Fekete und Rishicka Jegatheeswaran (1E)

Wenn wir das Wort Klimawandel hören, dann wissen wir, dass unser Weltklima wärmer werden wird. Aber kaum jemand hat eine Idee, wie unsere Welt in 30 oder 50 Jahren aussehen wird – oder im Jahr 2085. Dr. Juanita Schläpfer-Miller vom Zürich-Basel Plant Science Center hat als Antwort auf diese Frage einen Klimagarten entworfen, in dem dieser Wandel unserer Umwelt anhand von einheimischen Nutzpflanzen nachvollziehbar wird. Ihr Projekt hat sie am 29. Mai den Schüler*innen vorgestellt.

Man braucht Kunst, um die Welt zu verstehen.