Die Maske in der Antike und warum man an der Basler Fasnacht ‘Larve’ sagt

Römisches Theater in August Raurica (Foto: Nu)

von Evelyne Balsiger

Eripitur persona, manet res.
Wird die Maske heruntergerissen, bleibt das wahre Wesen.
(Lukrez, De rerum natura, 3,58)

In fast ganz Europa, in Nordafrika und im Nahen Osten, soweit sich das Römische Reich erstreckte, sind antike Theater bis heute Sehenswürdigkeiten. Manchmal fast vollständig erhalten, wie im südfranzösischen Orange, manchmal nur noch in Ruinen zu erahnen, wie im aargauischen Lenzburg. Wohin auch immer die Römer kamen, sie bauten ein Theater. Der Theaterbesuch war eine der beliebtesten Vergnügungen im alten Rom.

Die Maske in der Antike und warum man an der Basler Fasnacht ‘Larve’ sagt

Von Liebe, Erotik und Höhlen

von Markus Hilfiker (Foto: Nu)

Das Motiv der unglücklichen Liebe zwischen Dido und Aeneas wurde nachantik nicht nur von Purcell (und seinem Librettoverfasser Nahum Tate) für seine berühmte Oper übernommen. Viele weitere Kulturschaffende haben die tragische Geschichte wieder aufgenommen bis hin in unsere Zeit, zuletzt im spanischen Spielfilm «Son de mar» aus dem Jahr 2001. Dabei zeigt sich etwas ausgesprochen Zeittypisches: die sehr explizite Darstellung der Erotik. Die beiden Hauptfiguren, Ulises und Martina, kommen sich, wie schon im antiken Vorbild von Vergil, in einer Höhle näher. Während im Spielfilm von 2001 das Knisternde der Erotik durch die plumpe explizite Darstellung vollkommen verloren geht, war dem genialen antiken Vorbild Vergil sehr wohl bewusst, dass eine wahrhaft erotische Atmosphäre, die diese Bezeichnung auch verdient, nur durch subtile Anspielungen zu erreichen ist: Als auf der Jagd alle Teilnehmer Zuflucht vor einem plötzlich aufkommenden Gewitter suchen, passiert Folgendes: Von Liebe, Erotik und Höhlen

Spiel mit Wörtern

von Evelyne Balsiger (Foto: Nu)

Ein Höhepunkt eines jeden Unterrichts ist der Aha-Effekt. Wenn wir im Lateinunterricht über Etymologie, die Herkunft von Wörtern, und über die Verwandtschaft von Sprachen diskutieren, lässt sich dieser Aha-Effekt oft beobachten. Appetit heisst „er strebt nach etwas“. Wonach? Aha, nach Nahrung! Deficit heisst „es fehlt“. Was? Geld natürlich. Spiel mit Wörtern