Kategorie: Literatur

Black History Month

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von Mirjam Braun (Text und Fotos)

Mit dem 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wird im Jahr 1865 die Sklaverei in den USA offiziell abgeschafft und mit dem 14. Zusatzartikel zur Verfassung, welcher drei Jahre später in Kraft tritt, werden allen Bürgern der USA die gleichen Rechte zugesichert. Doch so einfach lässt sich Gleichberechtigung nicht durchsetzen und so leidet die schwarze Bevölkerung der USA weiterhin unter Restriktionen, Rassismus und Rassentrennung (Jim-Crow-Gesetze). Eine, die genug davon hat, andauernd diskriminiert zu werden, ist Rosa Parks. Im Dezember 1955 weigert sie sich, ihren Sitzplatz im Bus für einen weissen Fahrgast freizugeben. Sie wird festgenommen, angeklagt und zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. Dieses Ereignis sowie der darauffolgende „Bus-Boykott von Montgomery“ gilt als die Geburtsstunde der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung (Civil Rights Movement). Gewaltloser Widerstand und friedlicher Protest sind die Mittel der sozialen Bewegung, deren bekanntester Sprecher Bürgerrechtler Martin Luther King ist. „Black History Month“ weiterlesen

Alle Jahre wieder

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von Mirjam Braun (Text und Fotos)

Und, wieviel lasst ihr euch das „Wir-schenken-uns-nichts“ dieses Jahr kosten? Gemäss dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young haben im Jahr 2018 Schweizerinnen und Schweizer im Schnitt 310 CHF für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Und was wird verschenkt? Auf Platz 2: natürlich Bücher! Jaaaa, an Schoggi kommt halt doch keiner dran vorbei.

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Die 2ILS bewegt sich auf nationalem Parkett

Die 2ILS an der Verleihung des Schweizer Buchpreises

von Flavia Manella (Fotos: Nu)

Entspannte Jazzmusik erfüllt das Foyer des Theaters Basel an jenem Sonntagmorgen, dem 10. November 2019. Bereits eine Stunde vor Beginn der Verleihung des Schweizer Buchpreises schlendern Besucher in den grossen Raum. Die Klasse 2ILS sucht sich Plätze auf den oberen Rängen. Der Saal füllt sich, die Spannung steigt – inzwischen sind auch die fünf nominierten Autorinnen und Autoren angekommen. Das sind nebst bekannteren Namen wie Sybille Berg, die spätere Preisträgerin, und Alain Claude Sulzer auch etwas weniger bekannte wie Ivna Žic, Tabea Steiner und Simone Lappert. Die einstündige Veranstaltung markiert nicht nur für die Nominierten den Höhepunkt der diesjährigen BUCHBasel. Auch die SchülerInnen der 2ILS haben sich während mehrerer Wochen mit den Romanen auseinandergesetzt, in Gruppen ihre Lektüre besprochen und Präsentationen vorbereitet. „Die 2ILS bewegt sich auf nationalem Parkett“ weiterlesen

Verbotene Bücher

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Von Mirjam Braun (Fotos: Nu)

„Schule verbannt Harry Potter aus Bibliothek“, titelte die Zeitung 20minuten online im September. Eine katholische Schule im Bundesstaat Tennessee in den USA liess die Bücher über den Zauberlehrling aus der Bibliothek entfernen, wegen angeblich „echter Flüche und Zaubersprüche“. Während die meisten von uns das einfach nur wahnsinnig lustig finden und wir uns eigentlich sehnsüchtig wünschen, dass die Zaubersprüche doch tatsächlich echt wären und wir endlich unseren Brief per Eulenpost erhalten würden, so zeigt dieses Beispiel auch eine erschreckende Wirklichkeit: dass Bücher und Autoren verboten, verbannt oder verbrannt werden, ist keineswegs nur eine Episode des Mittelalters, sondern hochaktuell und brisant. „Verbotene Bücher“ weiterlesen

Josia Jourdan liest „GRM. Brainfuck.“

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von Josia Jourdan (Fotos: Nu)

Aktuell lese ich Sibylle Bergs Buch «GRM. Brainfuck.», welches am Sonntag mit dem Schweizer Buchpreis 2019 ausgezeichnet worden ist. Ein düsteres Buch, das in der nahen Zukunft angesiedelt ist und mich mit seiner harten Sprache bisher überzeugt. „Josia Jourdan liest „GRM. Brainfuck.““ weiterlesen

Das Recht auf die eigene Geschichte

Martin R. Dean

Rede zum Menschenrechtstag am 15. November 2018

von Martin R. Dean (Foto: Nu)

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

geehrte Schulleiterin, geehrte Schulleiter,

Sie hören, wie pedantisch ich die männlichen und weiblichen Anredeformen gebrauche. Mit dieser Höflichkeitsformel komme ich sprachlich einem Menschenrecht nach, das die Gleichstellung von Mann und Frau fordert.

Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 1948

Jede Person hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. „Das Recht auf die eigene Geschichte“ weiterlesen