Es ist Montagmorgen, der 21. Februar, mein Handy klingelt. Als ich auf das Display sehe, steht da kein anderer Name als Christoph Huldi. Überrascht nehme ich das Telefonat an und habe sofort meinen ehemaligen Musiklehrer am Apparat, welcher etwas überfordert und gestresst klingt. Es sei ein Notfall, eine Rolle ist ausgefallen, er bittet mich einzuspringen.
Von Julia Kunz (Fotos: Daniel Nussbaumer und Ida Weiss)
Wir zeigen oben unseren Musicalfilm „Strike“ in der Schulfassung, wie sie ohne Publikum realisiert wurde. Sie sehen im Film eine live geschnittene Vor-Aufführung. Der Gesang ist ein Playback, das die Darsteller*innen zuvor mit ihren eigenen Stimmen aufgezeichnet haben. Unten im Text hören wir dem Dialog des Kamerateams zu. Es bestand aus drei Männern an Kameras (Kamera 2, 3 und 4, wiedergegeben in schwarzer Schrift) und einem zusätzlichen Mann am Live-Video-Schnittpult, wiedergegeben in Rot. Alle vier waren bei der Aufzeichnung permanent verbunden mit einem Kommunikationssystem aus Kopfhörern und Mikrofonen. Kamera 1 ist eine fixe Übersichtskamera, die den ganzen Raum mit Zuschauern zeigt. Hier sind Ausschnitte aus dem Dialog der des Kamerateams während der Video-Aufnahme, festgehalten aus der Erinnerung von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos). Zum Kamerateam gehören nebst dem Schreiber Till Hablützel, Nicola Steiner und Tim Vaterlaus.
It is tough work putting on a musical. Young adults have to take care of regular schoolwork, they need to prepare for their final exams, and they need to plan what they want to do after graduation. There is, moreover, such a thing as life outside of school, too. And yet, these students volunteered to put in months of work and countless hours of rehearsals in their free time for the sake of four shows.
Aula Polyfeld, Muttenz. «Let’s slay someone!» Mit diesen Worten teilt Karolina Kowalska den Teilnehmern und Teilnehmerinnen mit, dass nun das Aufwärmen beginnt. In zwei Gruppen werden Kreise gebildet. Die Nachmittagssonne wirft lange Schatten in den weitläufigen Raum, während die Schüler mit lauten Kampfschreien loslegen. Die Regeln kennen alle bereits. Wer einen Fehler macht, muss sich umbringen.
Rattenschwänze und Bühnenlicht gehörten zu unserem Alltag; Vocal rest, Abschminkfett und Warm-up zu unserem Vokabular. Zehn Monate haben wir gemeinsam Ideen entwickelt, einander motiviert und kritisiert. Es war ein langer und intensiver Weg zu unseren Musical-Shows «Rats» im Roxy Birsfelden, doch es sind Erinnerungen, die wohl immer ein Teil von uns bleiben werden.
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