Ein Krieg ist kein Mittagspicknick

Ich sitze im Foyer und warte auf den Beginn der Mittagsveranstaltung. Dabei überlege ich, ob ich mir ein Sandwich der Klassen 3Eb und 3WZ für die Ukraine-Sammelaktion kaufen soll. Doch nun strömen immer mehr Schülerinnen und Schüler ins Foyer und versuchen sich noch einen Platz zu ergattern. Die Veranstaltung interessiert mehr Schüler des Gym Muttenz, als die Organisatoren wahrscheinlich erwartet haben. Es herrscht eine aufgeregte Stimmung und es wird teils schon heftig über das Thema diskutiert. Es geht den meisten wie mir. Wir werden seit dem 24. Februar mit Berichten, Bildern und Videos auf allen Kanälen überflutet. Obwohl wir die Situation auch im Unterricht besprechen, können wir immer noch nicht alles verstehen und haben keinen Überblick über die Folgen des Konfliktes in der Ukraine oder auch über Putins Krieg, wie er später genannt wird. Es ist auch spürbar, dass es schwierig ist für uns, zwischen korrekten Informationen und Propaganda zu unterscheiden.
Von Olivia Finazzi (Fotos: Daniel Nussbaumer)

Ein Krieg ist kein Mittagspicknick

Mit dem Experten über Putin und die Welt fachsimpeln

Am 18. März durfte sich der Ergänzungsfachkurs «Despoten unserer Zeit» mit Herrn Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk treffen. Wobei die Titel Prof. und Dr. ein falsches Bild vom bodenständigen Historiker zeichnen. Die Kenntnisse und Erklärkünste, die solche Titel mit sich bringen, konnte er aber allemal unter Beweis stellen.
Von Jan Josef Soder (Fotos: Selina Meier)

Mit dem Experten über Putin und die Welt fachsimpeln

Was habt ihr früher gemacht?

Ein farbenfroher Hippie-Bus, ein Jugendlicher, welcher der Polizei die Stirn bietet, und daneben ein Technobunker, in welchem kleine, bunte Pillen Stimmung induzieren. Beim Betreten des Foyers wird schnell klar, dass junge Künstler*innen sich hier in ihrem Element wiederfanden. Die Ausstellung im Gymnasium Muttenz gibt Einblick in die Jugendszenen des letzten Jahrhunderts und der Neuzeit.

Von Simon Notz (Text, Titelfoto und Foto im Text)

Was habt ihr früher gemacht?

Laptop? Schwirren Sie ab! Zurück zu Stift und Papier!

von der Klasse 3WZ (Fotos: Nu)

Es war einmal vor langer, langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie. Die Digitalisierung überrannte die Schulen. Alle Schulen? Nein! Eine Klasse am Gymnasium Muttenz widersetzte sich  diesem Trend und griff zu altmodischen Waffen wie Stift und Papier, um Plakate zu erstellen. Im verzweifelten Versuch, der Technik die Stirn zu bieten, wurden vier wundervolle Schöpfungen hervorgebracht. Schweizer Geschichte ganz analog. Kommt zu uns ins Zimmer 335 und versammelt euch zum Schwur gegen das digitale Imperium, gegen die dunkle Seite der Macht!

Laptop? Schwirren Sie ab! Zurück zu Stift und Papier!

Hochaktuell und emotional berührend

ein Kollektivtext der Klasse 2B

Immer wieder prägen Menschen unsere Welt und versuchen, sie zu einem besseren Ort zu machen, indem sie gegen Missstände und Ungerechtigkeiten ankämpfen. Die Sozialen Bewegungen, die aus solch einem Engagement entstehen, und ihre Themen sind hoch aktuell und emotional berührend.

Zusammen mit unseren Lehrpersonen sind wir in die Welt des kommunistischen Manifestes eingetaucht, welches von Karl Marx und Friedrich Engels zur Zeit der Industrialisierung verfasst wurde. Sie haben damals gegen die soziale Ungleichheit zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat gekämpft. Wir sind dem Beispiel von Marx und Engels gefolgt und haben für unsere heutigen Weltverbesser ein eigenes Manifest geschrieben. Von Rassismus, Waffengewalt und Frauenrechten bis hin zum Klimawandel und Umweltverschmutzung ist alles dabei! Wochenlang haben wir hart daran gearbeitet, um den Bevölkerungsgruppen, die im Stich gelassen wurden, eine Stimme zu geben.

Hochaktuell und emotional berührend

Vor hundert Jahren wütete die Spanische Grippe im Baselbiet

Spuckverbot während der Spanischen Grippe (StABS Sanität 3.3.)

von Emanuel Wittstich

Wir stecken heute in der COVID-19-Krise und wissen nicht, welchen Verlauf die Pandemie noch nimmt. Wir stehen unter dem Eindruck, dass wir heute und jetzt etwas Einzigartiges erleben. Das mag für uns, die wir im 21. Jahrhundert leben, stimmen. Ein Blick zurück ins 20. Jahrhundert zeigt uns aber anderes: Im Jahre 1918 wurde die Welt von einer Pandemie heimgesucht, welche weltweit 20 bis 50 Millionen Opfer forderte – mehr als im Ersten Weltkrieg insgesamt. Vor hundert Jahren wütete die Spanische Grippe im Baselbiet