Eripitur persona, manet res. Wird die Maske heruntergerissen, bleibt das wahre Wesen. (Lukrez, De rerum natura, 3,58)
In fast ganz Europa, in Nordafrika und im Nahen Osten, soweit sich das Römische Reich erstreckte, sind antike Theater bis heute Sehenswürdigkeiten. Manchmal fast vollständig erhalten, wie im südfranzösischen Orange, manchmal nur noch in Ruinen zu erahnen, wie im aargauischen Lenzburg. Wohin auch immer die Römer kamen, sie bauten ein Theater. Der Theaterbesuch war eine der beliebtesten Vergnügungen im alten Rom.
Im Rahmen des Selbstlernsemesters wurden wir beauftragt, in Dreier- oder Vierergruppen ein kleines Chorprojekt zur Weihnachtszeit zu gestalten, als Ersatz für den regulären Chorunterricht und als Blattleseübung. Wir entschieden uns für das Lied „Dans nos obscurités“ und teilten anschliessend die Stimmen unter uns auf. Anne: Sopran, Sina: Alt, Saskia: Tenor, Patrick: Bass, Dirigent und Produzent. Danach haben wir zu Hause einzeln unsere jeweilige Stimme geübt und aufgenommen. Als Grundlage diente uns Patricks Dirigiervideo, damit wir alle im selben Tempo singen konnten und das Zusammenfügen vereinfacht wurde. Wir sendeten unsere Aufnahmen an Patrick, der sie dann übereinandersetzte und das ganze Stück arrangierte. Zur Vervollständigung haben wir nachträglich Instrumente hinzugefügt, deren Melodien und Rhythmen wir selbst komponiert haben. Daraufhin hörten wir uns das Stück alle noch einmal an und brachten Verbesserungsvorschläge ein, um es zu optimieren. Das Projekt brachte eine heitere Abwechslung in der monotonen Zeit und hoffentlich ein weihnächtliches Licht in unsere dunkle Zeit. Hier sind wir zu hören:
Dans nos obscurités
Und hier singen unsere Klassenkolleginnen von der 3M: Benaja, Josephine, Merlin, Noëmi
Im Dreispitz-Areal befindet sich das WORTSTELLWERK. Es bietet Jugendlichen bis 25 Jahren Räume und Angebote zum Schreiben. Die beiden Leitenden, Daniela Dill und Hannes Veraguth, berichten von der Idee und Geschichte dieses «Jugendschreibhauses».
In der letzten Woche vor den Herbstferien und in den ersten beiden Wochen danach absolvieren die Schülerinnen und Schüler der zweiten FMS-Klassen ein Praktikum, das auch an zwei oder drei verschiedenen Stellen stattfinden kann. Sie bewerben sich dafür schon frühzeitig an Arbeitsorten, die zu ihrem Berufsfeld passen. In ihrer Schulzeit ist das oft ein wichtiger Zeitpunkt. Die Schülerinnen und Schüler kommen nach dieser Zeit spürbar reifer in den Unterricht und wissen oft viel genauer, wie es weitergehen soll. Im Folgenden stellen wir aus jedem Berufsfeld und aus jeder Klasse ein spannendes Beispiel vor.
Der 22. Oktober ist ein schöner Tag. Die Sonne scheint, als wir neben der Elisabethenkirche stehen. Doch das Theater Basel wird umgebaut und wir müssen lange suchen, bis wir den Bühneneingang gefunden haben. Zudem nimmt die zweite Corona-Welle gerade Anlauf. Sobald wir vom Sofa im Vorzimmer aufgestanden sind, wird es desinfiziert. Zum Glück erkennen wir unsere Interviewpartnerin, die 32-jährige Maskenbildnerin Samara Bamert – auch mit Maske. Zuerst führt sie uns durch die Räume, in denen sie arbeitet. In einem lagern Zöpfe und Bärte in Plastikkisten, in einem anderen werden hinter Glasscheiben Wunden aus Silikon gegossen. In der Maske beantwortet sie uns dann Fragen zu Masken.
Der Schulrat darf, was niemand darf: den Lehrpersonen auf die Finger klopfen, wenn sie ungerechte Noten machen, der Rektorin ein Zeugnis ausstellen, die Schulleitung anstellen und mitbestimmen, wenn es wirklich hart auf hart geht und jemand entlassen werden soll. Es wird Zeit, in unserem Blog dieses Gremium und sein Engagement für die Schule endlich vorzustellen.
«Die Gegenwart einer Krise geht immer mit einer neuen Zukunft schwanger.» Markus Gabriel, deutscher Philosoph, 2020
Erinnern Sie sich? Vor nicht allzu langer Zeit war das Verhüllungsverbot in aller Munde. Man konnte sich mit den Unterschieden zwischen dem Niqab, dem Tschador und der Burka beschäftigen und inwieweit ein Schleier das ganze Gesicht oder nur einen Teil verhüllen durfte oder gar nicht. Und an welchen Orten im Land man ein Verbot anstrebte und wo das Verbot Wirklichkeit wurde. Nicht ganz unlogisch, dass gerade dort, wo kaum mit einer verhüllten Frau zu rechnen war, am ehesten ein Verbot gefordert wurde. So geschehen im Kanton Tessin. Tatsächlich ist es seit der Einführung des Verhüllungsverbots dort kaum je zu einer Busse gekommen. Möglicherweise waren damit die wenigen, die den Süden der Schweiz besuchen wollten, abgeschreckt. Schöner ist jedoch die Anekdote, dass in arabischen Ländern die Reiseempfehlung gemacht wurde, man solle in den verbotenen Zonen der Schweiz doch anstelle des Schleiers eine Hygienemaske tragen.
Aula Polyfeld, Muttenz. «Let’s slay someone!» Mit diesen Worten teilt Karolina Kowalska den Teilnehmern und Teilnehmerinnen mit, dass nun das Aufwärmen beginnt. In zwei Gruppen werden Kreise gebildet. Die Nachmittagssonne wirft lange Schatten in den weitläufigen Raum, während die Schüler mit lauten Kampfschreien loslegen. Die Regeln kennen alle bereits. Wer einen Fehler macht, muss sich umbringen.
Vor einem Jahr hatte ich Lust, für die FMS mal etwas anderes zu machen als einen traditionellen Weihnachtsbaum. Mir schwebte etwas vor, das im Idealfall wiederbenutzbar wäre. Irgendwo bin ich dann auf ein Bild einer Weihnachtsleiter gestossen.
Text: Emanuel Wittstich / Fotos: Daniel Nussbaumer
Letztes Jahr wurde dem 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt (1769-1859), dem bekannten Aufklärer, gedacht. Der Verein «Wissenschaft für alle» erarbeitete zu Ehren des weitgereisten Wissenschaftlers des 18. und 19. Jahrhunderts eine Wanderausstellung, welche vom 24.–27. November 2020 am Gymnasium Muttenz gastierte.
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