Memory Reprise und eine kleine Auferstehung nach Ostern

Es soll kein kulturloser Frühling werden, auch wenn alle Veranstaltungen abgesagt sind. Und auch wenn die Abschlussklassen eigentlich schon weg sind – denn sie werden keinen Unterricht an der Schule mehr haben und wir wissen noch nicht mal, ob sie Prüfungen machen müssen – so sollen sie doch nicht sang- und klanglos verschwinden, sondern es darf noch mal etwas Pathos, Feenstaub und Belcanto sein. Und so hoffen wir, dass es jetzt nach Ostern und später dann nach der Corona-Krise eine kleine Wiederauferstehung gibt wie bei „Grizabella the Glamour Rat“, gesungen von Gina Pelosi, eingeleitet von Leonie Näf und Helena Bühler, aus „Rats – The Musical“.

Hier singen und tanzen die Ratten!

von Daniel Nussbaumer

Die Ratten sind noch da. Das Schiff sinkt also nicht! Corona ist eine Biermarke. Unsere Widerstandskraft ist gerüstet mit Galgenhumor, unser Gemüt gestärkt mit Gesang.

Munkustrap, Jennyanydots, Rum Tum Tugger, Grizabella, Demeter, Jellylorum und Bombalurina singen hier in unserem Blog noch mal in drei Videos und tanzen mit ihren Jellicle Rats auf der Müllhalde im Roxy Birsfelden. Die Videos zeigen Sequenzen aus „Rats – The Musical“ aus der Premiere vom 19.2.2020 und aus der Derniere vom 21.2.2020. Im Anschluss an die Videos folgt eine Foto-Galerie. Hier singen und tanzen die Ratten!

„Rats“ – alles andere als Katzenjammer

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von Daniel Nussbaumer (Text und Bilder)

Nichts gegen die 80er Jahre. Sind wir nicht damals mit Träumen aus „Fame“ und „Flashdance“  vor dem Kalten Krieg geflüchtet? Haben wir uns nicht mit „Material Girl“ von Madonna vor den stummen Schreien der hungernden äthiopischen Kinder die Ohren verstopft? Haben wir uns nicht mit „Kuschelrock 1 bis X“ so in der Adoleszenz eingelullt, dass wir einen zweitklassigen Westernschauspieler in der Rolle des amerikanischen Präsidenten und eine eiserne Lady an der 10 Downing Street als die grösstmöglichen Regierungsirrtümer der Welt hinnahmen? Fragen über Fragen und Memories über Memories. „Rats“ – alles andere als Katzenjammer

Die Dichte von Platin

von Daniel Nussbaumer

Lisa Güetli ist Musikmaturandin am Gym Muttenz und hat hier im Blog schon über „Dido and Aeneas“ und über die Eröffnung des FHMW Campus Muttenz geschrieben. Sie spielt hier aus ihrem Maturaprogramm das Solo-Stück „Density 21.5“ für Querflöte von Edgar Varèse, exklusiv für alle, die dieses Video schauen. Und sie spricht darüber, was es braucht, ein Werk zu performen, das moderner klingt als Mozart: Atemtechnik, Ausdruck und Selbstvertrauen!

Genau so muss das klingen!

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Larissa Hofer (am Piano) und Céline Acklin

von Daniel Nussbaumer (Textfassung des Gesprächs und Fotos)

Unsere Musikmaturand*innen spielen und singen derzeit ihr Maturaprogramm auf der Bühne. Der Anlass nennt sich First Stage und fand am Mittwoch zum ersten Mal statt. Am Donnerstag, den 28.11. wird er fortgesetzt. Es sind noch nicht alle aufgetreten. Am Mittag vor dem ersten Konzert bot sich die Gelegenheit, mit den Musikmaturand*innen über die Auswahl ihrer Stücke zu reden und darüber, wie sie ihre musikalische Entwicklung an unserer Schule erlebt haben. Genau so muss das klingen!

Hinter den Kulissen von „Fame“

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Die Teilnehmenden des Wahlkurses “Musical” unter der Leitung von Karolina Kowalska, Christoph Huldi, Franziska Baumgartner und Lex Vögtli haben das Musical “Fame” einstudiert. Es wurde vom 21. bis zum 23. März im Theater Roxy in Birsfelden aufgeführt. In den folgenden Texten von beteiligten Schülerinnen und Schülern aus der Klasse 4MZ können wir einen Blick hinter die Kulissen der Produktion werfen. Hinter den Kulissen von „Fame“

Grenzüberwindungen 

Gott, Geld und grenzüberwindendes Gestrüpp: Campione

von Brigitte Jäggi, Rektorin (Fotos: Christoph Ritter)

Liebe Schülerinnen und Schüler

Liebe Leserinnen und Leser

Campione d’Italia ist ein kleiner Ort, der, wie der Namenszusatz sagt, zu Italien gehört, jedoch von der Schweiz völlig umgeben ist. Der Ort dürfte eine gewisse Bekanntheit haben, weil dort das grösste Kasino Europas steht, und er dürfte noch etwas bekannter geworden sein, weil dieses Kasino im vergangenen Jahr Konkurs gegangen ist. Obwohl Campione zu Italien gehört, gilt hier der Schweizer Franken als Hauptwährung. Und wer italienische Autonummern sucht, tut dies vergebens, denn alle Autos sind mit Tessiner Kennzeichen versehen. Das Telefonnetz ist schweizerisch, was zur Folge hat, dass man von Italien aus, um nach Italien zu telefonieren, eine schweizerische Vorwahl tippen muss. Zur Komplizierung der Verhältnisse dürfte beitragen, dass Campione zwei Postleitzahlen besitzt, eine schweizerische (6911) und eine italienische (22060). Dass Campione für Selbständigerwerbende als Steueroase gilt, sei hier nur der Vollständigkeit halber bemerkt. Bei so viel Verflechtung ist es beinahe nebensächlich, dass, territorial gesehen, Campione d’Italia eine schweizerische Enklave bzw. eine italienische Exklave ist, so, wie es weltweit noch Dutzende Enklaven oder, je nach Blickwinkel, Exklaven gibt. Grenzüberwindungen