Grenzüberwindungen 

Gott, Geld und grenzüberwindendes Gestrüpp: Campione

von Brigitte Jäggi, Rektorin (Fotos: Christoph Ritter)

Liebe Schülerinnen und Schüler

Liebe Leserinnen und Leser

Campione d’Italia ist ein kleiner Ort, der, wie der Namenszusatz sagt, zu Italien gehört, jedoch von der Schweiz völlig umgeben ist. Der Ort dürfte eine gewisse Bekanntheit haben, weil dort das grösste Kasino Europas steht, und er dürfte noch etwas bekannter geworden sein, weil dieses Kasino im vergangenen Jahr Konkurs gegangen ist. Obwohl Campione zu Italien gehört, gilt hier der Schweizer Franken als Hauptwährung. Und wer italienische Autonummern sucht, tut dies vergebens, denn alle Autos sind mit Tessiner Kennzeichen versehen. Das Telefonnetz ist schweizerisch, was zur Folge hat, dass man von Italien aus, um nach Italien zu telefonieren, eine schweizerische Vorwahl tippen muss. Zur Komplizierung der Verhältnisse dürfte beitragen, dass Campione zwei Postleitzahlen besitzt, eine schweizerische (6911) und eine italienische (22060). Dass Campione für Selbständigerwerbende als Steueroase gilt, sei hier nur der Vollständigkeit halber bemerkt. Bei so viel Verflechtung ist es beinahe nebensächlich, dass, territorial gesehen, Campione d’Italia eine schweizerische Enklave bzw. eine italienische Exklave ist, so, wie es weltweit noch Dutzende Enklaven oder, je nach Blickwinkel, Exklaven gibt. Grenzüberwindungen 

Es ist immer da

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von Daniel Nussbaumer (Textfassung und Bilder)

Die Opernaufführung unseres Kammerchors „Dido and Aeneas“ vom 16./17. Februar 2019 in der katholischen Kirche Muttenz hat das Publikum gleichermassen begeistert wie verblüfft. Der Entfalter hat die drei Hauptsolisten Helena Bühler (Dido), Lenard Fasnacht (Aeneas) und Julia Kunz (Belinda) mit den beiden Gesangslehrerinnen Franziska Baumgartner und Barbara Schneebeli (Regie) zu einem Gespräch eingeladen. Es ist immer da

Von Liebe, Erotik und Höhlen

von Markus Hilfiker (Foto: Nu)

Das Motiv der unglücklichen Liebe zwischen Dido und Aeneas wurde nachantik nicht nur von Purcell (und seinem Librettoverfasser Nahum Tate) für seine berühmte Oper übernommen. Viele weitere Kulturschaffende haben die tragische Geschichte wieder aufgenommen bis hin in unsere Zeit, zuletzt im spanischen Spielfilm «Son de mar» aus dem Jahr 2001. Dabei zeigt sich etwas ausgesprochen Zeittypisches: die sehr explizite Darstellung der Erotik. Die beiden Hauptfiguren, Ulises und Martina, kommen sich, wie schon im antiken Vorbild von Vergil, in einer Höhle näher. Während im Spielfilm von 2001 das Knisternde der Erotik durch die plumpe explizite Darstellung vollkommen verloren geht, war dem genialen antiken Vorbild Vergil sehr wohl bewusst, dass eine wahrhaft erotische Atmosphäre, die diese Bezeichnung auch verdient, nur durch subtile Anspielungen zu erreichen ist: Als auf der Jagd alle Teilnehmer Zuflucht vor einem plötzlich aufkommenden Gewitter suchen, passiert Folgendes: Von Liebe, Erotik und Höhlen

Liebesdrama im Stahlbeton

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von Timo Kröner (Fotos und Video: Daniel Nussbaumer)

Der 17. Februar ist ein Sonntag, an dem schon frühlingshaftes Wetter herrscht. Die Abendsonne taucht die brutalistische Katholische Kirche in Muttenz in ein Kleid aus langen Schatten. Die Lichtstimmung könnte23 also fast nordafrikanisch sein, wie die Liebesgeschichte zwischen der karthagischen Königin Dido und dem griechischen Helden Aeneas, der mit Beginn der Handlung gerade aus dem trojanischen Untergang geflohen ist. Liebesdrama im Stahlbeton

Sieben Talente, drei unvergessliche Abende

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von Helena Bühler (Fotos: Gina Pelosi)

„Warum sind wir heute hier? Was bringt uns zusammen? Liebe Musik-Maturandinnen und Musik-Maturanden, erinnern Sie sich an den 17. August 2015? Erwartungsvoll und neugierig, etwas schüchtern oder sogar ängstlich waren die Persönlichkeiten, die dieses Schulhaus zum ersten Mal betraten. Einige von Ihnen kämpften vielleicht mit Startschwierigkeiten, andere hatten weniger Mühe, sich zurechtzufinden. Aber Sie alle haben in dieser Zeit hier am Gymnasium Hochs und Tiefs erlebt. Sie alle kennen das Gefühl von Frust und Enttäuschung nach einem Durchhänger und das Gefühl von Stolz und Freude nach einem gelungenen Auftritt. Und wer sind Sie heute? Was haben Sie von diesen vier Jahren auf ihrem Weg zu jungen Musikerinnen und Musikern mitgenommen? Liebe Eltern, liebe Familien und Freunde, freuen Sie sich auf einen bunten Abend voller Musik und geniessen Sie zusammen mit unserer Abschlussklasse 4M diesen speziellen Moment.“

Sieben Talente, drei unvergessliche Abende

FAME FOREVER!

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 Text by Emily Slawson, photos by Daniel Nussbaumer

“Fame, I’m gonna live forever, I’m gonna learn how to fly, high, I feel it comin‘ together, People will see me and cry, fame!”

     Fame! The musical was performed by a group of talented fourth year students from Gymnasium Muttenz and premiered the week of March 18 in The Roxy Theatre in Birsfelden. The actors starring in the musical performed with lots of energy that totally engaged the audience. Fame is full of upbeat and catchy music- and we all had the songs stuck in our heads for days! Between the music, dancing, singing and acting it really was a great show that hopefully everyone had the chance to see.   FAME FOREVER!

Grosse Ehre für unsere Chorleitung

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

Anlässlich der 50. Verleihung des Kulturpreises hat der Kanton Baselland nebst den Spartenpreisen für Nouveau Cirque, Musik und Kunst gestern einen speziellen Jubiläumspreis verliehen. Stellvertretend für die vielen Motivierten, die sich mit besonderer Energie und mit Erfolg für die Kultur engagieren, hat die Regierungspräsidentin Monica Gschwind die Chorleitungen der Gymnasien Liestal und Muttenz ausgezeichnet. Grosse Ehre für unsere Chorleitung

Virtuose Flügel-Einweihung

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von Jürg Siegrist (Fotos: Nu)

Joseph Maurice Weder ist ein Pianist mit einer Geschichte, wie man sie in der Schweiz nur selten antrifft. Bereits mit elf Jahren gab Joseph seine ersten Konzerte mit Orchestern und war kurze Zeit später Jungstudent an der Musikakademie Basel. In Pratteln aufgewachsen legte Joseph seine Matura am Gymnasium in Muttenz ab. Er wurde damals, da er mehrere Stunden pro Tag üben musste, teilweise vom Unterricht freigestellt. Virtuose Flügel-Einweihung

Fame – we wanna play forever…

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von Céline Acklin (Fotos: Daniel Nussbaumer)

Zusammengepfercht stehen wir in der kleinen Abstellkammer im Dunkeln und hören das Getrampel auf der Tribüne über uns. Mein Puls steigt in die Höhe, die Hände sind klebrig vom Schweiss. Meine Nervosität hat ihren Höhepunkt erreicht. Dann kommt der Aufruf für die Band, die Bühne zu betreten. Vom grossen Applaus beflügelt, gleite ich auf die Bühne, als hätte ich nie etwas anderes getan. Die Lichter gehen aus und wir fangen an zu spielen. Fame – we wanna play forever…