Text und Foto von Maya Rechsteiner/Ines Siegfried, Filme von Schülerinnen und Schülern des Wahlkurses
Seit dem Sommer 2020 beschäftigt sich der Wahlkurs „Psyche im Film“ unter der Leitung von Maya Rechsteiner und Ines Lilian Siegfried mit Filmen, in denen psychische Prozesse zum Ausdruck kommen. Analysiert und diskutiert werden die Machart von Filmen, der Einsatz sowie die Wirkung der Darstellungsmittel. Besprochen werden die dargestellten psychischen Zustände aufgrund von psychologischen Erkenntnissen.
Im März des letzten Jahres wurde die Leipziger Buchmesse abgesagt und bald darauf auch die Frankfurter Buchmesse. Und obwohl ziemlich schnell ein spannendes Online-Programm auf die Beine gestellt wurde, so ganz kommen Bildschirm-Interviews eben doch nicht an echte Begegnungen (und endloses Anstehen für ein Foto und Autogramm des Lieblingsautors) heran. Und auch wir lieben es, stundenlang an den Ständen der Verlage in Neuerscheinungen zu stöbern. Aber wo informieren wir uns über neue Bücher, wenn gerade keine Messe stattfindet und die Buchhandlungen mal wieder geschlossen sind?
Ich lache. Ich muss so laut lachen, dass ich mich nicht mehr beherrschen kann. Ich lache meine Kollegin aus. Sie weint, während ich mit dem Finger auf sie zeige und mich über sie lustig mache. Sie ist ganz klein und ich bin gross. Dann wendet sich das Blatt und mein Lachen wird leiser und ich werde kleiner. Ein Schluchzen steigt in mir auf, meine Augen werden wässrig und ich breche in Tränen aus. Wieder und wieder wechseln wir uns mit der Rolle des Auslachens und Weinens ab, bis mir vor Anstrengung schwarz vor Augen wird und die Übung ein Ende findet. Aurel von Arx, unser Lehrer, erklärt uns, dass es sich beim Lachen um ein schnelles Ausatmen und ein langes Einatmen handelt. Wir sollen die Luft förmlich aus unseren Lungen stossen. Umgekehrt ist es, wenn wir heulen sollen. Dabei wird in kurzen Zügen eingeatmet und lange ausgeatmet. Theoretisch klingt das machbar, doch die praktische Umsetzung ist nicht zu unterschätzen. Wir versuchen es erneut und achten uns dieses Mal genau auf die Atmung.
Eripitur persona, manet res. Wird die Maske heruntergerissen, bleibt das wahre Wesen. (Lukrez, De rerum natura, 3,58)
In fast ganz Europa, in Nordafrika und im Nahen Osten, soweit sich das Römische Reich erstreckte, sind antike Theater bis heute Sehenswürdigkeiten. Manchmal fast vollständig erhalten, wie im südfranzösischen Orange, manchmal nur noch in Ruinen zu erahnen, wie im aargauischen Lenzburg. Wohin auch immer die Römer kamen, sie bauten ein Theater. Der Theaterbesuch war eine der beliebtesten Vergnügungen im alten Rom.
Im Rahmen des Selbstlernsemesters wurden wir beauftragt, in Dreier- oder Vierergruppen ein kleines Chorprojekt zur Weihnachtszeit zu gestalten, als Ersatz für den regulären Chorunterricht und als Blattleseübung. Wir entschieden uns für das Lied „Dans nos obscurités“ und teilten anschliessend die Stimmen unter uns auf. Anne: Sopran, Sina: Alt, Saskia: Tenor, Patrick: Bass, Dirigent und Produzent. Danach haben wir zu Hause einzeln unsere jeweilige Stimme geübt und aufgenommen. Als Grundlage diente uns Patricks Dirigiervideo, damit wir alle im selben Tempo singen konnten und das Zusammenfügen vereinfacht wurde. Wir sendeten unsere Aufnahmen an Patrick, der sie dann übereinandersetzte und das ganze Stück arrangierte. Zur Vervollständigung haben wir nachträglich Instrumente hinzugefügt, deren Melodien und Rhythmen wir selbst komponiert haben. Daraufhin hörten wir uns das Stück alle noch einmal an und brachten Verbesserungsvorschläge ein, um es zu optimieren. Das Projekt brachte eine heitere Abwechslung in der monotonen Zeit und hoffentlich ein weihnächtliches Licht in unsere dunkle Zeit. Hier sind wir zu hören:
Dans nos obscurités
Und hier singen unsere Klassenkolleginnen von der 3M: Benaja, Josephine, Merlin, Noëmi
Im Dreispitz-Areal befindet sich das WORTSTELLWERK. Es bietet Jugendlichen bis 25 Jahren Räume und Angebote zum Schreiben. Die beiden Leitenden, Daniela Dill und Hannes Veraguth, berichten von der Idee und Geschichte dieses «Jugendschreibhauses».
In der letzten Woche vor den Herbstferien und in den ersten beiden Wochen danach absolvieren die Schülerinnen und Schüler der zweiten FMS-Klassen ein Praktikum, das auch an zwei oder drei verschiedenen Stellen stattfinden kann. Sie bewerben sich dafür schon frühzeitig an Arbeitsorten, die zu ihrem Berufsfeld passen. In ihrer Schulzeit ist das oft ein wichtiger Zeitpunkt. Die Schülerinnen und Schüler kommen nach dieser Zeit spürbar reifer in den Unterricht und wissen oft viel genauer, wie es weitergehen soll. Im Folgenden stellen wir aus jedem Berufsfeld und aus jeder Klasse ein spannendes Beispiel vor.
Der 22. Oktober ist ein schöner Tag. Die Sonne scheint, als wir neben der Elisabethenkirche stehen. Doch das Theater Basel wird umgebaut und wir müssen lange suchen, bis wir den Bühneneingang gefunden haben. Zudem nimmt die zweite Corona-Welle gerade Anlauf. Sobald wir vom Sofa im Vorzimmer aufgestanden sind, wird es desinfiziert. Zum Glück erkennen wir unsere Interviewpartnerin, die 32-jährige Maskenbildnerin Samara Bamert – auch mit Maske. Zuerst führt sie uns durch die Räume, in denen sie arbeitet. In einem lagern Zöpfe und Bärte in Plastikkisten, in einem anderen werden hinter Glasscheiben Wunden aus Silikon gegossen. In der Maske beantwortet sie uns dann Fragen zu Masken.
Der Schulrat darf, was niemand darf: den Lehrpersonen auf die Finger klopfen, wenn sie ungerechte Noten machen, der Rektorin ein Zeugnis ausstellen, die Schulleitung anstellen und mitbestimmen, wenn es wirklich hart auf hart geht und jemand entlassen werden soll. Es wird Zeit, in unserem Blog dieses Gremium und sein Engagement für die Schule endlich vorzustellen.
«Die Gegenwart einer Krise geht immer mit einer neuen Zukunft schwanger.» Markus Gabriel, deutscher Philosoph, 2020
Erinnern Sie sich? Vor nicht allzu langer Zeit war das Verhüllungsverbot in aller Munde. Man konnte sich mit den Unterschieden zwischen dem Niqab, dem Tschador und der Burka beschäftigen und inwieweit ein Schleier das ganze Gesicht oder nur einen Teil verhüllen durfte oder gar nicht. Und an welchen Orten im Land man ein Verbot anstrebte und wo das Verbot Wirklichkeit wurde. Nicht ganz unlogisch, dass gerade dort, wo kaum mit einer verhüllten Frau zu rechnen war, am ehesten ein Verbot gefordert wurde. So geschehen im Kanton Tessin. Tatsächlich ist es seit der Einführung des Verhüllungsverbots dort kaum je zu einer Busse gekommen. Möglicherweise waren damit die wenigen, die den Süden der Schweiz besuchen wollten, abgeschreckt. Schöner ist jedoch die Anekdote, dass in arabischen Ländern die Reiseempfehlung gemacht wurde, man solle in den verbotenen Zonen der Schweiz doch anstelle des Schleiers eine Hygienemaske tragen.
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