Der Tod bittet zum Tanz

20170624-1002778von Timo Kröner (Fotos: Nu)

Die Abendsonne leuchtet durch das grosse Fenster über dem Chor. Unter einer Glasfensterzeichnung der Elisabethenkirche hängt Jesus am Kreuz, tot. Als wären die beiden Figuren auf der Bühne Jesu Abbilder, sitzt ein Skelett aus dem Biologiezimmer am Kopf der langen Festtafel und liegt ein weiss geflügelter Engel mit dem Kopf auf dem Tisch. Scheinbar schläft er seinen Rausch von dem Fest aus, dessen Spuren überall auf der langen Tafel verteilt liegen. Der Tod bittet zum Tanz

Der Donnerschlag zum Schuljahrschluss

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

Junge Frauen ziehen historische Röcke über, ein junger Mann setzt sich eine Krone auf und ein am Tisch sitzendes Skelett bekommt den Unterkiefer eingehängt. Die Chorgruppen nehmen Aufstellung, gekleidet in Schwarz, Klavierakkorde erklingen – alles ist bereit für das Workshop-Konzert in der Aula der Fachhochschule Muttenz. Die einjährige Zusammenarbeit unter dem Namen „Schule macht Orchester“ zwischen dem Gymnasiums Muttenz und dem Kammerorchester Basel und beim letzten Projekt mit der IBK Basel geht in die letzte Phase und auf den öffentlichen Auftritt zu: Diesen Freitag und Samstag, am 23. und 24. Juni jeweils um 19.30 Uhr, findet das szenische Konzert statt: Die Sache beginnt mit einem Donnerschlag. Der Donnerschlag zum Schuljahrschluss

Donnerschlag im Wallis

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von Jeanne Lehnherr, Regieassistentin des Musiktheaters „Die Sache beginnt mit einem Donnerschlag“ (Fotos: Noëmi Schwank, Kammerorchester Basel)

Neugierig und wie so oft mit strahlenden Gesichtern erreichten die SchülerInnen der IBK Klasse das Lagerhaus im Dorf Reckingen im Wallis. Wir sind umgeben von einer archaischen Berglandschaft und urchigen, dunklen Holzhäusern, welche in lang vergangene Zeiten versetzen. Hier arbeiteten wir eine Woche lang mit der Regisseurin Salomé Im Hof und Musikern des Kammerorchester Basel intensiv an unserem Musiktheaterprojekt auf Arthur Honeggers „La danse des morts“. Donnerschlag im Wallis

Rock’n’Roll im Foyer

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von Timo Kröner und Christine Boog (Fotos: Heinz Altwegg)

Der Auftritt der Band CellOfHell war eindrücklich: Hinter den drei Cellisten und dem einen Drummer prangte das riesige Logo der Band. Trotz des infernalischen Namens und dank der Nebelmaschine herrschte eine ungewöhnliche und ungewöhnlich gute Stimmung im Foyer. Die international zusammengesetzte Band (Schweiz, Finnland, Thailand, Deutschland) interessierte die Schülerinnen und Schüler dabei genauso wie die Musik. Rock’n’Roll im Foyer

Aus der Neuen Welt

von Daniel Nussbaumer

Gestern in Muttenz und heute Abend in Möhlin: Der Gym Chor Muttenz, der Kammerchor (Video oben), das Jugendsinfonieorchester Muttenz und Maturanden als Solisten swingen und singen, geigen und flöten, zupfen und pauken Musik aus der Alten und der Neuen Welt. Es treten mit den Streichern, mit 17 Bläserstimmen und 4 Schlagzeugern, mit dem Chor und der Solistin Franziska Baumgartner gegen 150 Musikerinnen und Musiker auf.  Aus der Neuen Welt

Der Kammerchor singt in Lausanne

Seit gestern ist der Kammerchor des Gymnasiums Muttenz in Lausanne, um dort zusammen dem Chor der Ecole Rudolf Steiner Lausanne Stücke für ein gemeinsames Konzert einzuüben. Nach der Anreise am Mittwochnachmittag stehen gemeinsame Proben am Donnerstag und Freitag an, bevor die beiden Chöre am Freitagabend ein Konzert in Lutry geben.

Der Kammerchor, der von Jürg Siegrist geleitet und begleitet wird, lernt bei diesem Projekt nicht nur einen anderen Chor sowie ältere und neue Chorstücke auf Französisch und Deutsch kennen. Da sie Sängerinnen und Sänger in Gastfamilien untergebracht sind, können Sie zusammen mit der Franszösisch-Lehrerin Chantal Morand auch ihre Kenntnisse in Französisch vertiefen. (kn)

 

Eine Evolutionsstufe höher

von Timo Kröner (Text) und Christa Wyss (Fotos)

Das Motto der diesjährigen Abschlussfeier der FMS war „Evolution“. An der rundum gelungenen Feier in der alten Dorfturnhalle in Pratteln wurden nicht nur Auszeichnungen und Diplome verteilt. Das Publikum wurde auch Zeuge, wie die Schülerinnen und Schüler an und in den vergangenen drei Jahren gereift sind. Eine Evolutionsstufe höher

‚Das Narrenschiff’ als Grenzen sprengendes Gesamtkunstwerk

von Christoph Huldi

Folgendes kann einem passieren, wenn man sich auf das Narrenschiff einlässt: Man singt Musik, die noch nie erklungen ist – brandneu und fremdartig. Man ist Teil des Gym Chores, aber im Chor singen auch 12-jährige deutsche Schülerinnen und Schüler neben 30-jährigen französischen Musikstudenten – und zum Schluss ziehen alle am gleichen Strick. Man erlebt, dass der Chorleiter miserabel Französisch spricht – aber er tut es. Man findet sich in einer grossen Gemeinschaft über die Grenzen der Klasse, der Schule, des Landes, der Sprache, des Kunstverständnisses hinaus! ‚Das Narrenschiff’ als Grenzen sprengendes Gesamtkunstwerk

Ein geiles Lied?

Text: Christoph Huldi, Fotos aus der Generalprobe im Stadtkasino Basel: Nu

Die Chöre der Gymnasien Liestal und Muttenz haben mit dem Sinfonieorchester Basel Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ aufgeführt.

„Geiles Lied!“, rief ein Schüler während der Proben des Klassikers von Haydn. Er hört und spielt sonst am liebsten Death Metal. Dass es kein Lied ist, sondern ein raffiniert komponiertes Oratorium, braucht der Chorleiter jetzt nicht mehr zu betonen. Aber „geil“ im Sinne des jugendlichen Sprachgebrauchs, also: faszinierend, sehr gut? Ja, klar, das finde ich auch! Ein geiles Lied?