Schlagwort: Mediothek

Zehn Minuten Schiller

von Daniel Nussbaumer

Meistens wird die Welt nicht von einem Virus tyrannisiert, sondern von machtgierigen und durchgeknallten Staatslenkern. Das wusste schon Friedrich Schiller vor über 200 Jahren. Denn er hatte es im Dunstkreis der Französischen Revolution erlebt. Gemäss dem Idealismus der deutschen Klassik entwickelte er ein Konzept zur ästhetischen Erziehung des Menschen. Zuerst sollten alle ihren Charakter veredeln, erst danach würde es der Menschheit gelingen, die Verhältnisse im Politischen zu verbessern. Das Mittel zu dieser Erziehung sollte die Kunst sein. In unserem Fall hier ist es die Literatur, genauer gesagt Schillers Ballade „Die Bürgschaft“, in der ein Tyrann zur Menschlichkeit erzogen wird. Im Video gehen wir mit Céline Acklin in die Mediothek des Gymnasiums. Sie liest „Die Bürgschaft“, umrahmt von Ausschnitten aus den „Briefen über die ästhetische Erziehung des Menschen“.

Und täglich grüsst das Murmeltier

Titelbild

von Yvonne Spaar

Gemütlich sitzt man mit einem neuen Buch auf dem Sofa, die Tasse Kaffee auf dem Tisch neben sich. Man beginnt zu lesen, doch nach geraumer Zeit überkommt einen das Gefühl, dass man die Geschichte bereits kennt. Nach der Theorie, welche Christopher Booker in seinem Buch „The Seven Basic Plots: Why We Tell Stories“ aufstellt, ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Denn nach dieser gibt es nur sieben Handlungsmuster, welche allen Geschichten zu Grunde liegen. Somit wiederholt sich das, was wir lesen, unendlich. „Und täglich grüsst das Murmeltier“ weiterlesen

Black History Month

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von Mirjam Braun (Text und Fotos)

Mit dem 13. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten wird im Jahr 1865 die Sklaverei in den USA offiziell abgeschafft und mit dem 14. Zusatzartikel zur Verfassung, welcher drei Jahre später in Kraft tritt, werden allen Bürgern der USA die gleichen Rechte zugesichert. Doch so einfach lässt sich Gleichberechtigung nicht durchsetzen und so leidet die schwarze Bevölkerung der USA weiterhin unter Restriktionen, Rassismus und Rassentrennung (Jim-Crow-Gesetze). Eine, die genug davon hat, andauernd diskriminiert zu werden, ist Rosa Parks. Im Dezember 1955 weigert sie sich, ihren Sitzplatz im Bus für einen weissen Fahrgast freizugeben. Sie wird festgenommen, angeklagt und zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt. Dieses Ereignis sowie der darauffolgende „Bus-Boykott von Montgomery“ gilt als die Geburtsstunde der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung (Civil Rights Movement). Gewaltloser Widerstand und friedlicher Protest sind die Mittel der sozialen Bewegung, deren bekanntester Sprecher Bürgerrechtler Martin Luther King ist. „Black History Month“ weiterlesen

Alle Jahre wieder

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von Mirjam Braun (Text und Fotos)

Und, wieviel lasst ihr euch das „Wir-schenken-uns-nichts“ dieses Jahr kosten? Gemäss dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young haben im Jahr 2018 Schweizerinnen und Schweizer im Schnitt 310 CHF für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Und was wird verschenkt? Auf Platz 2: natürlich Bücher! Jaaaa, an Schoggi kommt halt doch keiner dran vorbei.

„Alle Jahre wieder“ weiterlesen

Verbotene Bücher

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Von Mirjam Braun (Fotos: Nu)

„Schule verbannt Harry Potter aus Bibliothek“, titelte die Zeitung 20minuten online im September. Eine katholische Schule im Bundesstaat Tennessee in den USA liess die Bücher über den Zauberlehrling aus der Bibliothek entfernen, wegen angeblich „echter Flüche und Zaubersprüche“. Während die meisten von uns das einfach nur wahnsinnig lustig finden und wir uns eigentlich sehnsüchtig wünschen, dass die Zaubersprüche doch tatsächlich echt wären und wir endlich unseren Brief per Eulenpost erhalten würden, so zeigt dieses Beispiel auch eine erschreckende Wirklichkeit: dass Bücher und Autoren verboten, verbannt oder verbrannt werden, ist keineswegs nur eine Episode des Mittelalters, sondern hochaktuell und brisant. „Verbotene Bücher“ weiterlesen

Von der Lochkarte zu BYOD

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

Mit einer Lochkarte hat der ehemalige Schüler und immer noch unterrichtende Mathematiklehrer unseres Gymnasiums 1972 auf dem damals einzigen Kantonscomputer in Liestal die Berechnung der Zahl Pi programmiert. Heute sitzen seine Schüler*innen mit eigenen Laptops im Zimmer und arbeiten ganz selbstverständlich und vernetzt auf digitalen Oberflächen. „Von der Lochkarte zu BYOD“ weiterlesen