‚Das Narrenschiff’ als Grenzen sprengendes Gesamtkunstwerk

von Christoph Huldi

Folgendes kann einem passieren, wenn man sich auf das Narrenschiff einlässt: Man singt Musik, die noch nie erklungen ist – brandneu und fremdartig. Man ist Teil des Gym Chores, aber im Chor singen auch 12-jährige deutsche Schülerinnen und Schüler neben 30-jährigen französischen Musikstudenten – und zum Schluss ziehen alle am gleichen Strick. Man erlebt, dass der Chorleiter miserabel Französisch spricht – aber er tut es. Man findet sich in einer grossen Gemeinschaft über die Grenzen der Klasse, der Schule, des Landes, der Sprache, des Kunstverständnisses hinaus! ‚Das Narrenschiff’ als Grenzen sprengendes Gesamtkunstwerk

Ein geiles Lied?

Text: Christoph Huldi, Fotos aus der Generalprobe im Stadtkasino Basel: Nu

Die Chöre der Gymnasien Liestal und Muttenz haben mit dem Sinfonieorchester Basel Joseph Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ aufgeführt.

„Geiles Lied!“, rief ein Schüler während der Proben des Klassikers von Haydn. Er hört und spielt sonst am liebsten Death Metal. Dass es kein Lied ist, sondern ein raffiniert komponiertes Oratorium, braucht der Chorleiter jetzt nicht mehr zu betonen. Aber „geil“ im Sinne des jugendlichen Sprachgebrauchs, also: faszinierend, sehr gut? Ja, klar, das finde ich auch! Ein geiles Lied?

Feel the Spirit

von Christoph Huld

Der Gym Chor ist wieder einmal auf internationalem Austausch. Zusammen mit dem JugendSinfonieOrchester Muttenz, in welchem seit einem Jahr auch das Freifach Orchester des Gymnasiums integriert ist, sind drei grosse Konzerte mit 130 Mitwirkenden geplant. Feel the Spirit