Können Sie sich an den Film „Interstellar“ aus dem Jahr 2014 erinnern? Er handelt von einer Erde, die dem Klimawandel zum Opfer gefallenen ist. Sie ist (zumindest in den USA) ausgetrocknet und auf den Feldern ist von allen Kulturpflanzen lediglich der Mais übriggeblieben. Riesige Staubwolken, welche erbarmungslos alles mit einer braunen Schicht überziehen, vermitteln das Bild eines traurig-öden Wüstenplaneten. Als Folge davon machen sich die Menschen auf die Suche nach einem neuen Zuhause im Weltall. „Klimagarten 2085“ weiterlesen →
Gott, Geld und grenzüberwindendes Gestrüpp: Campione
von Brigitte Jäggi, Rektorin (Fotos: Christoph Ritter)
Liebe Schülerinnen und Schüler
Liebe Leserinnen und Leser
Campione d’Italia ist ein kleiner Ort, der, wie der Namenszusatz sagt, zu Italien gehört, jedoch von der Schweiz völlig umgeben ist. Der Ort dürfte eine gewisse Bekanntheit haben, weil dort das grösste Kasino Europas steht, und er dürfte noch etwas bekannter geworden sein, weil dieses Kasino im vergangenen Jahr Konkurs gegangen ist. Obwohl Campione zu Italien gehört, gilt hier der Schweizer Franken als Hauptwährung. Und wer italienische Autonummern sucht, tut dies vergebens, denn alle Autos sind mit Tessiner Kennzeichen versehen. Das Telefonnetz ist schweizerisch, was zur Folge hat, dass man von Italien aus, um nach Italien zu telefonieren, eine schweizerische Vorwahl tippen muss. Zur Komplizierung der Verhältnisse dürfte beitragen, dass Campione zwei Postleitzahlen besitzt, eine schweizerische (6911) und eine italienische (22060). Dass Campione für Selbständigerwerbende als Steueroase gilt, sei hier nur der Vollständigkeit halber bemerkt. Bei so viel Verflechtung ist es beinahe nebensächlich, dass, territorial gesehen, Campione d’Italia eine schweizerische Enklave bzw. eine italienische Exklave ist, so, wie es weltweit noch Dutzende Enklaven oder, je nach Blickwinkel, Exklaven gibt. „Grenzüberwindungen „ weiterlesen →
Sie hören, wie pedantisch ich die männlichen und weiblichen Anredeformen gebrauche. Mit dieser Höflichkeitsformel komme ich sprachlich einem Menschenrecht nach, das die Gleichstellung von Mann und Frau fordert.
Artikel 2 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 1948
Jede Person hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. „Das Recht auf die eigene Geschichte“ weiterlesen →
Die Opernaufführung unseres Kammerchors „Dido and Aeneas“ vom 16./17. Februar 2019 in der katholischen Kirche Muttenz hat das Publikum gleichermassen begeistert wie verblüfft. Der Entfalter hat die drei Hauptsolisten Helena Bühler (Dido), Lenard Fasnacht (Aeneas) und Julia Kunz (Belinda) mit den beiden Gesangslehrerinnen Franziska Baumgartner und Barbara Schneebeli (Regie) zu einem Gespräch eingeladen. „Es ist immer da“ weiterlesen →
Das Motiv der unglücklichen Liebe zwischen Dido und Aeneas wurde nachantik nicht nur von Purcell (und seinem Librettoverfasser Nahum Tate) für seine berühmte Oper übernommen. Viele weitere Kulturschaffende haben die tragische Geschichte wieder aufgenommen bis hin in unsere Zeit, zuletzt im spanischen Spielfilm «Son de mar» aus dem Jahr 2001. Dabei zeigt sich etwas ausgesprochen Zeittypisches: die sehr explizite Darstellung der Erotik. Die beiden Hauptfiguren, Ulises und Martina, kommen sich, wie schon im antiken Vorbild von Vergil, in einer Höhle näher. Während im Spielfilm von 2001 das Knisternde der Erotik durch die plumpe explizite Darstellung vollkommen verloren geht, war dem genialen antiken Vorbild Vergil sehr wohl bewusst, dass eine wahrhaft erotische Atmosphäre, die diese Bezeichnung auch verdient, nur durch subtile Anspielungen zu erreichen ist: Als auf der Jagd alle Teilnehmer Zuflucht vor einem plötzlich aufkommenden Gewitter suchen, passiert Folgendes: „Von Liebe, Erotik und Höhlen“ weiterlesen →
von Timo Kröner (Fotos und Video: Daniel Nussbaumer)
Der 17. Februar ist ein Sonntag, an dem schon frühlingshaftes Wetter herrscht. Die Abendsonne taucht die brutalistische Katholische Kirche in Muttenz in ein Kleid aus langen Schatten. Die Lichtstimmung könnte23 also fast nordafrikanisch sein, wie die Liebesgeschichte zwischen der karthagischen Königin Dido und dem griechischen Helden Aeneas, der mit Beginn der Handlung gerade aus dem trojanischen Untergang geflohen ist.„Liebesdrama im Stahlbeton“ weiterlesen →
„Machen Sie die Welt besser und werden Sie dabei glücklich!“, lautete der letzte Auftrag, den die Rektorin Brigitte Jäggi anlässlich der gestrigen Maturitätsfeier ihren 138 Maturi und Maturae mitgab.
Auch nach der Abgabe der SA und nach Notenschluss ging da noch was: Am Donnerstag haben die zweiten FMS-Klassen einen Poetry Slam durchgeführt. Je fünf Schüler*innen pro Klassen performten ihre Texte vor den ca. 60 Kolleginnen und Kollegen. Livia Töngi aus der F2c konnte die drei Jury-Gruppen zur höchsten Bewertung hinreissen und entschied dieses kollegiale Battle für sich. Weitere Preise bekamen Marc Pignat (F2a), Dan Walmeroth (F2b) und Saskia Clauwaert (F2c). Statt die Leistung des Jahrgangs hier einfach zu loben, reimen wir ein paar Zeilen auf den Anlass und auf das Engagement dieser Jugend. Dazu posten wir ein Bild von allen Performern.
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