π in der Cloud

von Alex van den Brandhof (Foto: Nu)

Was hat die Zahl π – also das Verhältnis vom Umfang eines Kreises zu seinem Durchmesser – mit Primzahlen zu tun? Viel, so bewies es der Basler Mathematiker Leonhard Euler. Nimmt man das Produkt der Faktoren 1/(1 – 2–2), 1/(1 – 3–2), 1/(1 – 5–2), 1/(1 – 7–2), 1/(1 – 11–2) usw. (ja, die fettgedruckten Zahlen sind die Primzahlen), multipliziert das Ergebnis mit 6, und zieht schlussendlich die Quadratwurzel dieser Zahl, dann erhält man, ganz genau: π. Abnormal, nicht? π in der Cloud

Ohne sie stünden alle Zeiger still

von Daniel Nussbaumer und Timo Kröner (Fotos: Nu)

Wenn unsere Uhren nicht alle digital wären, dann würde jetzt das feine Zahnrädchen, das den Minutenzeiger steuert, diesen von 10:24 auf 10:25 bewegen. Die Grosse Pause beginnt. Eine Horde Lernender stürmt lärmend ins Sekretariat: «In welem Zimmer hämmer jetzt Mathe? In unserem Zimmer sin Maturprüege.» Barbara Martin sucht den Zimmerverschiebungsplan hervor, während die Schüler sich laut über das unterhalten, was sie sich auf ihren Handys zeigen. Das gefällt nicht nur Frau Martin gar nicht, es stört auch die anderen im Raum: ein No-Go! Zum Glück passiert das nicht so oft. Ohne sie stünden alle Zeiger still

„Frog dr Urs Martin!“

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von Timo Kröner und Daniel Nussbaumer (Fotos: Nu)

„Frog dr Urs!“ oder „Froge Si dr Herr Martin!“ – wer diesen Satz noch nie gesagt hat, der hat nie am Gymnasium Muttenz unterrichtet und war auch nie in leitender Position an einem anderen Baselbieter Gymnasium. In 23 Jahren hat der Konrektor Urs Martin insgesamt 18‘280 mündliche und schriftliche Maturprüfungen organisiert, 10‘968 Experten angefragt, 43‘872 Maturanoten eingetragen und 3‘656 Maturazeugnisse erstellt. Am Tag, als er den Schulschlüssel abgegeben hat, haben wir ihn zum Interview getroffen.

„Frog dr Urs Martin!“

Bewegen wir uns im Kreis?

Sie stehen früh auf, um die schulischen Zyklen zu planen und zu leiten:  Rektorin Brigitte Jäggi und ihre Kollegen in der Schulleitung

von Brigitte Jäggi, Rektorin (Foto: Nu)

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin ging an drei amerikanische Forscher, welche die Ursache des Tag-Nacht-Rhythmus entdeckt hatten. Was dabei physiologisch geschieht, wurde nicht am Menschen erforscht – das Objekt der Untersuchungen war die Fruchtfliege (Drosophila melanogaster), aus der die Forscher ein Gen isolierten, dessen Protein den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Bewegen wir uns im Kreis?

Lebkuchen, Senf und Rotwein

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Französisch-Intensivwoche der 2MS, September 2017

von Eva Oberli (Text und Fotos)

Sonntag: Aufbruch ins Ungewisse

Der Himmel strahlt blau und die Luft ist spätsommerlich warm an diesem Sonntag, als sich die Klasse 2MS um kurz nach zwei Uhr nachmittags am Bahnhof Basel SBB einfindet. Hier beginnt die Expedition: Wir fahren nach Frankreich, quartieren uns für eine Woche bei einer bis anhin unbekannten Familie ein und lernen die Burgunder Hauptstadt Dijon kennen. Alles auf Französisch, wohlverstanden. Im Hinblick darauf liegt Aufregung in der Luft, niemand weiss so wirklich, was ihn erwartet. Lebkuchen, Senf und Rotwein

Impressionen vom Klassentag 2017

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Gemeinsam aus einem geschlossenen Raum entwischen? Auf einem Foxtrail Basel oder Zürich erkunden? Eine Schnitzeljagd durch Konstanz oder ein Besuch des Kunstmuseums in Basel? Eine Schleusenfahrt auf dem Rhein mit Stadtrundgang in Rheinfelden oder eine Trottinettfahrt von der Wasserfallen runter? Umweltarena in Spreitenbach oder Adventure Rooms in Luzern? Beachvolleyball im St. Jakob und eine Partie Minigolf in der Grün 80? Oder doch lieber eine klassische Schulreise mit Wanderung durchs Kaltbrunnental, entlang des Doubs, rund um den Hallwilersee oder auf dem Weg der Schweiz? – Nu. Impressionen vom Klassentag 2017

Engagiert für die Bildung!

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Das Gesicht der SO am Gym-Muttenz – Julie von Büren (Foto: Nu)

Julie von Büren ist SO-Ko-Präsidentin des Gymnasiums Muttenz. Sie engagiert sich an der Schule und im Kanton zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen für die Interessen der Lernenden und für die Sicherung der Bildungsqualität. In unserem Blog berichtet sie über das Gespräch vom 21. Juni 2017, in dem Regierungsrätin Monica Gschwind sich mit den Schülerorganisationen der basellandschaftlichen Gymnasien austauschte. Die Schülerorganisationen haben darin ihre bildungspolitischen Forderungen zum Ausdruck gebracht.  Engagiert für die Bildung!

Lesbos, die Flüchtlinge und wir

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von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

„Indem wir möglichst viele Flüchtlinge aufnehmen, wird doch das Problem nicht gelöst, dass es immer mehr Menschen gibt, die flüchten. Was müsste man also wirklich tun?“ – „Wollen diese Flüchtlinge, die wir aufnehmen, denn auch wieder mal zurück?“ Es diskutieren die Schülerinnen und Schüler der FMS und des Gymnasiums Muttenz über die grosse Flüchtlingskrise. Einem unter ihnen platzt ob solcher Statements der Kragen. Er nennt die Schweiz und Europa mitverantwortlich für die Flüchtlingskrise. Denn Kriege würden nicht ohne Waffen geführt. Man könne doch nicht Waffen exportieren und zugleich erwarten, dass man von den Folgen der Kriege in der Welt verschont bleibe. Lesbos, die Flüchtlinge und wir

Beim Ankommen helfen

von Timo Kröner (Text) und Daniel Nussbaumer (Fotos)

„Wir wollen den Schülern primär aus Interesse an der Person helfen, nicht aus Interesse an der Leistung.“ So formuliert Biologie-Lehrer Beat Ardüser das Hauptmotiv seiner Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Oft habe er erlebt, dass neu eintretende Schüler und auch ihre Eltern unsicher sind, wie sie durch die FMS und danach zu einem Beruf kommen. Aus dieser Not heraus sei die Idee entstanden, die Schüler der ersten Klasse intensiver zu begleiten, damit sie sich in ihrer Entscheidung für ein Berufsfeld sicher sein können. Beim Ankommen helfen

Im Elfenbeinturm?

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von Brigitte Jäggi, Rektorin (Foto: Nu)

Es lässt sich nicht kleinreden: Der Schule haftet seit jeher das Vorurteil an, sie befinde sich in einem luftleeren Raum und habe keinen Bezug zur Wirklichkeit des Lebens. Hinsichtlich der Ziele „Gesellschaftsreife und vertiefte Allgemeinbildung“ bereite die Schule zu wenig auf die Arbeitswelt vor.

Im Elfenbeinturm?