Digitalisiertes Lernen

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von Brigitte Jäggi, Rektorin (Foto: Nu)

1658 erschien in Nürnberg ein wichtiges Lehrbuch unserer Kultur. Es versuchte, die Welt in Bildern zu erklären.  Der Titel lautete „Orbis sensualium pictus“, auf Deutsch „Die sichtbare Welt“. Auf gut 300 Seiten beschreibt der Autor Johann Amos Comenius alles, von Gott bis zu den Insekten, das heisst: von der Vorstellung des Grösstmöglichen bis zum damals kleinsten Bekannten. Das Werk blieb bis ins 19. Jahrhundert in den Schulen ein Standardwerk, folglich wurde der „Orbis pictus“ erst nach gut 200 Jahren Gebrauch von einer immer grösser werdenden Anzahl an Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien abgelöst. Seit 1850 und bis in die Gegenwart sind diese „papierenen“ Lehrmittel unangefochtene Grundlagen der Wissensvermittlung geblieben, ab und zu unterstützt von surrenden Filmvorführungen und farbigen Diavorträgen. Digitalisiertes Lernen

JA oder NEIN zur Selbstbestimmungsinitiative?

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von Ana-Maria Juric, Laura Vrijbloed und Alexandra Brecht (Fotos: Nu)

Schülerinnen und Schüler; die Zukunft der Schweiz und eine wichtige Stimmgewalt. Dessen waren sich auch die vier Politiker*innen bewusst, die sich bereit erklärten hatten, an der Podiumsdiskussion der Klasse 3E teilzunehmen. Um dem Publikum die Selbstbestimmungsinitiative etwas näher zu bringen, fanden sich das Pro- sowie das Kontralager im Foyer des Gymnasiums ein. JA oder NEIN zur Selbstbestimmungsinitiative?

„Bildigsabbau nit mit uns!“

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von Jacqueline Balosetti, Rebecca Frommherz und Yaelle Wouters, Fotos: Jacqueline

Ein Trauerzug von Schülerinnen und Schülern marschierte am 23. März in Richtung des Regierungsgebäudes in Liestal. Gemeinsam wollten sie sich gegen den zunehmenden Bildungsabbau wehren. Dieses „Bildungsbegräbnis“ wurde von der SOBA, der Schüler*innenorganisation beider Basel, auf die Beine gestellt und war ein Projekt ihrer Aktionswoche. „Bildigsabbau nit mit uns!“

Erfolgsmodell Gym Muttenz: Die Schulleitung nennt sieben gute Gründe

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Von Jan Pagotto, Brigitte Jäggi, Emanuel Wittstich und Jan Hitz (v.l.n.r.) – Foto: Nu

«FMS bedroht das Muttenzer Gymnasium» und «Unsichere Zukunft für Gym Muttenz»: Solche Schlagzeilen lokaler Medien sorgten kürzlich für Aufregung und Verunsicherung in unserem Umfeld. Die Schulleitung des Gymnasiums Muttenz wurde gefragt: «Wird es in Muttenz ab 2028 nur noch eine grosse FMS geben, ohne Maturabteilung?»

Wir möchten darauf antworten und Stellung beziehen: Das Gym Muttenz ist hervorragend unterwegs, und das wird auch in Zukunft so sein! Erfolgsmodell Gym Muttenz: Die Schulleitung nennt sieben gute Gründe

Wenn nicht wir uns wehren, wer dann?

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von Julie von Büren (Fotos: Nu)

“Schliesst das Gymnasium Muttenz?” Diese Schlagzeile kürte vor zwei Wochen mehrere Zeitungen in der Region. Die Frage schreckte auf, weckte Betroffenheit und empörte: Wieso geraten solche Themen in die Schlagzeilen, bevor die Betroffenen über die Überlegungen in Kenntnis gesetzt werden? Weshalb werden solche Vorschläge diskutiert, ohne Angaben zur möglichen Umsetzung zu machen? Und vor allem: was bedeutet die drohende Umsetzung für Schüler*innen, Lehrpersonen, Familien und die Bildungslandschaft im Baselbiet? Wenn nicht wir uns wehren, wer dann?

Was ist soziale Gerechtigkeit?

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Ein Streitgespräch zwischen Ueli Mäder und Markus Somm

von Daniel Fasnacht und Peter Haenger (Bilder: Nu)

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses „Auf der Spur der Gerechtigkeit“ organisierten zum Abschluss des Kurses eine Podiumsdiskussion zum Thema „soziale Gerechtigkeit“. Ueli Mäder, emeritierter Professor für Soziologie an der Uni Basel, und Markus Somm, Chefredaktor und Herausgeber der Basler Zeitung, diskutierten engagiert über ihre Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit. Dass das Thema gerade junge Menschen bewegt, zeigte der Andrang am 25. April im Foyer des Gymnasiums: Mehr als 140 Schülerinnen und Schüler verfolgten gespannt das bisweilen hitzig geführte Streitgespräch der beiden Protagonisten. Was ist soziale Gerechtigkeit?

Vollversammlung zur Rettung des Gym Muttenz

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In den Medien wurde es bekanntgegeben: Der Kanton Baselland denkt im Zuge des Masterplans Sek. II darüber nach, in zehn Jahren die Berufsbildung und alle FMS-Abteilungen in Muttenz zu zentralisieren und dafür das Gym Muttenz zu schliessen. Das würde die über Jahrzehnte bewährte Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau beenden. Die Schülerinnen und Schüler der FMS aus allen Tälern des Baselbietes müssten jeden Morgen nach Muttenz reisen. Die Fricktalerinnen und Fricktaler könnten nicht mehr nach Muttenz ans Gym kommen. Die Muttenzer und Birsfelder Jugendlichen hätten kein Gymnasium mehr in ihrer unmittelbaren Nähe und müssten auf die anderen Gymnasien des Kantons ausweichen. Um das zu verhindern, startet die SO jetzt eine Kampagne zur Rettung des Gym Muttenz und beruft eine Vollversammlung ein: Mittwoch, 2. Mai, 12.30-14.00 Uhr in der Aula der FHNW bei der Mensa. An die Lehrpersonen richtet die SO den nachfolgend veröffentlichten Brief. –Nu Vollversammlung zur Rettung des Gym Muttenz

Wachsen oder gesundschrumpfen?

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von Daniel Nussbaumer (Text, Ton und Fotos)

Ist die No-Billag-Initiative der Versuch, eine zu gross gewordene SRG loszuwerden, oder soll die SRG bloss gesundschrumpfen? Brauchen wir gebührenfinanzierte audiovisuelle Medien, um zu verhindern, dass wenige Reiche sich alle Medien kaufen und die Demokratie untergraben? Oder müssen wir die Gebühren verbieten, damit wir nicht gezwungen werden, für Dienstleistungen zu bezahlen, die wir nicht brauchen? Und warum stehen sich beim Podiumsgespräch vom 8. Februar im Foyer des Gymnasiums Muttenz sowohl zwei Vertreter der Jugend als auch zwei Mitglieder derselben Partei in jeweils entgegengesetzten Positionen gegenüber? Wachsen oder gesundschrumpfen?