Tauchgang ins Unwetter

Am Sonntag, dem 20. November, hat eine Gruppe Schülerinnen im Rahmen des Theater-Abos das „Narrenschiff“ besucht. Das Stück nimmt die Zuschauenden mit auf eine Reise, bei der sich die mehr oder weniger heldenhaften Närrinnen und Narren buchstäblich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen müssen.

Bilder: N. Lüthy; Text: Elina Umbricht, Lynn Christener, Muriel Hiltmann (alle 3MZ); T. Kröner

Das „Narrenschiff“ des Sebastian Brandt liefert die Vorlage des Stückes. Zum einen bezieht die Inszenierung den Titel und dann natürlich die Handlungsstruktur von der Satire aus dem Jahre 1494. Die Narren machen sich auf die Reise nach Narragonien, verfallen aber ihren Marotten, stranden in einer Insel aus Plastikmüll und verlieren dann ihr schönes Narrenschiff in einem wunderschönen Unwetter-Bühnenbild. Während dieser Anti-Helden-Reise lernen wir ihre Narreteien kennen, ihre Charakterschwächen – oder wie man altdeutsch sagen würde: ihre Sünden.

Tauchgang ins Unwetter

Auf keinen Fall nicht miserabel!

Wer am 23. oder 24. September nicht im Theater Arlecchino war, hat etwas verpasst! Dort wurde nämlich das Musical „Les Misérables“ aufgeführt. Dieses Musical auf die Beine zu stellen, war das Ziel von Tabea Sterchis Maturaarbeit. Folglich übernahm sie die Leitung, sie inszenierte die Szenen, studierte die musikalischen Teile ein und organisierte das, was noch dazugehörte. Grosse Unterstützung hatte sie vom Musiker Enrico Nitihardjo, von Jan Soder, Jana Hug, Till Hablützel als Lichttechniker und hinter der Kamera von Tim Vaterlaus. Viel Vertrauen musste Tabea in alle Schauspieler*innen haben, diese haben sich freiwillig gemeldet und mussten dafür ihre Freizeit drangeben. Die Schauspieler*innen sind alle aktuelle oder ehemalige Chorsänger*innen des Schulchores. Auch der Chorleiter Christoph Huldi hat etwas beigetragen: Seine Worte bilden nun den Titel dieses Beitrags.
Von Leonie Bögli (Fotos: Tim Vaterlaus) 

Auf keinen Fall nicht miserabel!

Nicht jeder Albtraum ist ein FAKE

Der Musical-Wahlkurs zeigte am 23. und 24. Februar  im Theater Roxy in Birsfelden „FAKE – The Musical“, eine Adaption des Musicals „Heathers“ von Laurence O’Keefe und Kevin Murphy. Leider konnten nur zwei von vier Vorstellungen stattfinden. Hier berichten wir, was wir erlebt, und zeigen, was wir gesehen haben.

Von Daniel Nussbaumer
Fotos: Ida Weiss und Daniel Nussbaumer

Nicht jeder Albtraum ist ein FAKE

Strike – The Musical – REMASTERED

Klicken Sie auf das Bild und sehen Sie den Film in einem neuen Fenster!

Kurz vor den Sommerferien 2021 haben wir im Theater Roxy Birsfelden mit dem Musical-Wahlkurs unseren ersten ganzen Film live aufgezeichnet und auch live geschnitten. Der Film musste ganz schnell fertig werden, damit unsere Klassen, die nicht alle die Vorstellungen besuchen konnten, den Film noch im Unterricht ansehen konnten. Mit Stolz präsentieren wir nun über den Link oben eine von Lukas Schweizer neu bearbeitete Fassung zum Neu- oder Wieder-Entdecken. Jetzt streiken die Newsies vom Gym Muttenz synchron in Bild und Ton. Viel Spass! –Nu

We Want to Make Magic

It is tough work putting on a musical.  Young adults have to take care of regular schoolwork, they need to prepare for their final exams, and they need to plan what they want to do after graduation. There is, moreover, such a thing as life outside of school, too. And yet, these students volunteered to put in months of work and countless hours of rehearsals in their free time for the sake of four shows.  

By Karolina Kowalska (photos: Daniel Nussbaumer)

We Want to Make Magic

Gym Muttenz ON AIR

von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

„Warum machen wir das hier?“, will Maxine wissen. Gerade versucht sie, sich am Regiepult einen Überblick zu verschaffen, welche Kamera welches Bild aufnimmt und welche Knöpfe sie drücken muss, um von einem Bild aufs andere umzuschalten. „ON AIR“, leuchtet es rot auf dem grossen Display. Heilige Blende und Verschlusszeit! Das Gym Muttenz streamt tatsächlich live aus dem Foyer ins Internet. Hätten wir den Link vorher herausgegeben, die ganze Welt könnte mit nur 10-15 Sekunden Verzögerung zuschauen, wie der Musical-Wahlkurs probt – ohne zu singen, wohlverstanden! Denn wir befinden uns immer noch auf Eskalationsstufe 3. 

Gym Muttenz ON AIR

Bis auch ich es glaube

von Corinna Lignini, 3WE (Foto: Nu)

Ich lache. Ich muss so laut lachen, dass ich mich nicht mehr beherrschen kann. Ich lache meine Kollegin aus. Sie weint, während ich mit dem Finger auf sie zeige und mich über sie lustig mache. Sie ist ganz klein und ich bin gross. Dann wendet sich das Blatt und mein Lachen wird leiser und ich werde kleiner. Ein Schluchzen steigt in mir auf, meine Augen werden wässrig und ich breche in Tränen aus. Wieder und wieder wechseln wir uns mit der Rolle des Auslachens und Weinens ab, bis mir vor Anstrengung schwarz vor Augen wird und die Übung ein Ende findet. Aurel von Arx, unser Lehrer, erklärt uns, dass es sich beim Lachen um ein schnelles Ausatmen und ein langes Einatmen handelt. Wir sollen die Luft förmlich aus unseren Lungen stossen. Umgekehrt ist es, wenn wir heulen sollen. Dabei wird in kurzen Zügen eingeatmet und lange ausgeatmet. Theoretisch klingt das machbar, doch die praktische Umsetzung ist nicht zu unterschätzen. Wir versuchen es erneut und achten uns dieses Mal genau auf die Atmung.

Bis auch ich es glaube

Die Maske in der Antike und warum man an der Basler Fasnacht ‘Larve’ sagt

Römisches Theater in August Raurica (Foto: Nu)

von Evelyne Balsiger

Eripitur persona, manet res.
Wird die Maske heruntergerissen, bleibt das wahre Wesen.
(Lukrez, De rerum natura, 3,58)

In fast ganz Europa, in Nordafrika und im Nahen Osten, soweit sich das Römische Reich erstreckte, sind antike Theater bis heute Sehenswürdigkeiten. Manchmal fast vollständig erhalten, wie im südfranzösischen Orange, manchmal nur noch in Ruinen zu erahnen, wie im aargauischen Lenzburg. Wohin auch immer die Römer kamen, sie bauten ein Theater. Der Theaterbesuch war eine der beliebtesten Vergnügungen im alten Rom.

Die Maske in der Antike und warum man an der Basler Fasnacht ‘Larve’ sagt