Kategorie: Politik und Gesellschaft

Für ein Gym der Zukunft

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von Daniel Nussbaumer

Vor einem Jahr haben die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, der FMS und der DMS Muttenz den Ehemaligenverein gegründet. Seitdem hat der Ehemaligenverein an einem Treffen das Gym der ersten Stunde, seine Entwicklung und seine heutigen Aktivitäten verglichen. Unter den Ehemaligen, die sich damals zum Verein gesellten, befand sich die inzwischen frischgewählte Regierungsrätin Kathrin Schweizer. Auf den 28. März nun lud der Vorstand die Mitglieder zur ersten Jahresversammlung ein. Nebst den üblichen Vereinstraktanden wie der Genehmigung der Kassenrevision diskutierten die Mitglieder die künftigen Aktivitäten des Vereines und die Art der Mitglieder-Anwerbung. Das wichtigste Thema aber war die Frage, wie die Bildungslandschaft im Kanton aussehen würde angesichts des von der Baselbieter Regierung in Auftrag gegebenen Masterplans, der verschiedene Mittelschulszenarien in Betracht zieht, u. a. eines ohne eine gymnasiale Abteilung, dafür mit einer zentralisierten FMS in Muttenz. Als Podiumsgäste diskutierten unter der Leitung von Katja Reichenstein: Christof Hiltmann (Gemeindepräsident von Birsfelden und FDP-Landrat),  Liliane Amrein und Denise Bucher (aus der Sicht der Eltern und Ehemaligen). Continue reading „Für ein Gym der Zukunft“

Lernen von den Profis

Der WK Sportgeo mit Beni SteffenDas EF Sport mit Arnold the Cobra Gjergjaj

Von Adi Marbacher (Text und Bilder)

In einer Schulwelt, in der die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle spielt und spielen wird, dürfen echte Erlebnisse und wahre Begegnungen nicht zu kurz kommen. Wir alle erinnern uns noch Jahre danach an spezielle Schulanlässe. Sei es das Schulhausfest vor 30 Jahren, ein Grillfest der eigenen Klasse, lustige Episoden auf Bildungsreisen, die Gespräche auf der Zugfahrt an den Schneesporttag oder an die spannenden Exkursionen mit kompetenten Experten. In Wahlkursen und Ergänzungsfächern sind solche Exkursionen besonders fruchtbar. Eine homogene Gruppe besucht einen Fachmann oder eine Fachfrau zu einem speziellen Thema. Der im Unterricht besprochene Stoff wird begreifbar und mit Emotionen und bleibenden Erinnerungen verknüpft.

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Maturrede 2018

Maturfeier 2018 Gymnasium Muttenzvon Anna Holm (Foto: Nu)

Liebe Anwesende, Maturanden und Maturandinnen, Lehrpersonen, Eltern

Wozu stehe ich heute vor Ihnen?

Eine Stimme aus der Schüler*innenschaft macht sich immer gut, sie verspricht geistreiche Anekdoten und einen authentischen Blick von innen. Dank Stehpult wirkt auch heisse Luft noch souverän.

Nachsichtig mit meinem teils über Banalitäten der Schulalltags nörgelnden Ich soll ich hier vor Ihnen stehen und am besten bin ich durch das Erhalten des Maturitätszeugnisses sprunghaft weiser geworden, bedächtig, vielleicht auch ein wenig pathetisch angesichts dieses ach so bedeutungsschweren Moments in unserem Leben. Ein Ausbund an Wertschätzung und Dankbarkeit mit einem zarten nostalgischen Hauch von Erinnerung an diese guten vier Jahre! Continue reading „Maturrede 2018“

Welche Farbe hat deine Haut?

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von Gina Pelosi (Fotos: Daniel Nussbaumer)

«Vo wo chunsch?» Diese Frage beantwortest du normalerweise ungefähr so: «Ich wohn in Muttenz.» Danach würde sich das Gespräch in Richtung deiner Goldfische oder des wunderschönen sonnigen Wetters bewegen. Alles bleibt angenehm oberflächlich. Perfekter Small-Talk. Doch «Nei, ich mein, vo wo chunsch würkli?» würde dich eher stutzig machen. «Ähm, vo Muttenz?» Genau dieser Gesprächsverlauf ist jedoch für Fatima Moumouni Routine. Warum?

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Chemiefässer und Regentonnen 

von Ines Siegfried (Video und Fotos: Daniel Nussbaumer)

Wie bringt man Schule und Theater zusammen? Die Theatergruppe Rattenfänger, die seit 1990 ihre Freilichtaufführungen an den verschiedensten Orten der Gemeinde Muttenz inszeniert, hat das Areal des Gymnasiums Muttenz ausgewählt, um den „Volksfeind“ von Henrik Ibsen hier aufzuführen. Und damit ist nicht nur eine Theatergruppe auf unserem Campus angekommen, damit ist auch ein Drama in den Deutschunterricht gelangt, das eher weniger in den Schulen gelesen wird. Continue reading „Chemiefässer und Regentonnen „

Höhere Hürde für die Fricktaler*innen

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von Daniel Nussbaumer (Text und Foto)

Die Klasse 4Wa bloggt nicht nur von der Verleihung des Literaturpreises und gestaltet Plakate, sondern sie diskutiert auch im Schweizer Radio darüber, ob es ungerecht ist, dass Schülerinnen und Schüler aus dem Fricktal für ihre Aufnahme ans Gymnasium Muttenz einen höheren Notenschnitt erreichen müssen als ihre Kolleginnen und Kollegen aus Baselland. Tatsächlich sieht es im kantonalen Vergleich dann auch am Ende der Schullaufbahn so aus: Es schliessen gemäss dem Bundesamt für Statistik nur 16.2% der Bevölkerung im Aargau mit der gymnasialen Matura ab, während die Maturitätsquote in Baselland bei 23.3% und in Baselstadt gar bei 31.7% liegt.

Zur ganzen Radiosendung „Kontext“ vom 3.12.2018 geht es hier. Die Passage, in der die Klasse 4Wa zu Wort kommt, findet sich in der ersten Viertelstunde. Recherchiert hat unsere ehemalige Schülerin Anna Jungen:

Aus den Workshops zum Menschenrechtstag

Die Klassen F3c und 3Wb schildern und zeigen ihre persönlichen Eindrücke von den Workshops zum Menschenrechtstag.

«Darf man ein Kind töten, das eine Waffe in den Händen hält? Muss man den verwundeten Feinden ebenfalls Hilfe leisten? Sind Antipersonenminen legitim? Solche und weitere Fragen bezüglich humanitären Völkerrechts (HVR) haben wir uns in diesem spannenden Workshop gestellt. Mit Vertretern und Freiwilligen des Schweizerischen Roten Kreuzes lernten wir innerhalb eines Nachmittags, was das HVR beinhaltet und welche «Kriegsregeln» existieren. Spielerisch wurde uns mittels dreier Posten dargestellt, was es bedeutet, Hilfsgüter des Roten Kreuzes in ein vermintes Kriegsgebiet zu transportieren, wem man medizinische Hilfe zu leisten hat und wie man möglichst zivile Opfer meidet. Letzteres wurde uns anhand von Bildern illustriert, welche nahe nebeneinander aufgestellt wurden. Die einen Bilder stellten militärische Angriffsziele dar, welche wir versucht haben, mit Bällen zu beschiessen. Die anderen Bilder symbolisierten zivile Objekten wie Dörfer oder Zivilpersonen, welche möglichst nicht getroffen werden sollten. Das Ergebnis dieser Simulation waren grosse Kollateralschäden. Es hat mich beeindruckt, wie oft Unschuldige zu Kriegsopfern wurden. Dieser Workshop war eine fantastische Chance, um zu sehen, was das Schweizerische Rote Kreuz und die weltweiten Hilfeorganisationen tagtäglich leisten und riskieren.»

Caroline Frommenwiler, 3Wb

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