Virtually Tuned Up

«Virtually Tuned Up». Das war das Motto des 55. Nationalen Wettbewerbs von Schweizer Jugend Forscht. Das Finale fand, wie so vieles in der heutigen Zeit, online statt. Vom 22. – 24. April stellten 107 Teilnehmer*innen ihre Arbeiten am Finale aus. Als ich mit meiner Maturaarbeit begann, hätte ich mir nie träumen lassen, einmal Teil dieser Veranstaltung sein zu dürfen.

von Nicola Steiner (Text und Foto)

Virtually Tuned Up

Fake News für Geschmackspapillen

MiracleFood

von Regina Bandi (Text und Foto)

Eine analog erlebte, haptische Erfahrung und für die Sinne sollte es endlich einmal wieder sein, nach all dem digitalen Unterricht der letzten Wochen. Gar nicht so einfach, wenn man an ein Schullabor mit Praktikumsplätzen, Mikroskopen, Spektrometern und moderner Molekularbiologieausrüstung gewöhnt ist. Und dennoch gibt es in der Biologie Experimente, die mit einfachsten Mitteln funktionieren und erstaunliche Erfahrungs- und Lernmomente bieten können. Fake News für Geschmackspapillen

Für einmal ersetzt der Garten das Schulzimmer

Kompostwürmer

von Christine Baader mit der 2BZ (Fotos: Selina Meier)

Kompost – Recycling in der Natur

Es ist nicht ganz einfach, das Biologiepraktikum per Fernunterricht durchzuführen. In der Ökologie ist allerdings nicht zwingend eine teure Laborausrüstung erforderlich. Eine Schaufel, nach Möglichkeit ein paar Gefässe, eine Pinzette, eine Lupe und natürlich die eigenen Hände mit oder ohne Handschuhe sind ausreichend. Und schon sind die Forscherinnen und Forscher der 2BZ unterwegs zum Kompost im eigenen oder einem benachbarten Garten, um herauszufinden, wer denn darin so alles lebt und arbeitet.

Für einmal ersetzt der Garten das Schulzimmer

MINT ist Kultur und Kultur ist MINT 

DSC_0454

von Daniel Nussbaumer (Text und Fotos)

Elektromagnetische Wellen strömen durch die Luft und klatschen in Brigitte Jäggis Gesicht. Die Rektorin schleudert sie weg, direkt auf die Frontlinse meiner Kamera. Jetzt tut das Objektiv seine Arbeit: Es bündelt in verschiedenen Linsen die Wellen aus Licht und projiziert Brigitte Jäggi, auf dem Kopf stehend und spiegelverkehrt, auf 36x24mm Sensorfläche im Gehäuse. Mit dabei alles, was im eingestellten Bildwinkel liegt, auch unseren Besucher von der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT), den Molekularbiologen Marc Creus, mitsamt der Innenausstattung unseres Chemielabors. Der Kamerasensor nimmt die Szene nicht als analoges Bild auf, sondern zerlegt mit Millionen von Halbleitersensoren die kurzen und langen Wellen zuerst in einzelne Pixel und dann in Abermillionen von Nullen und Einsen. Der Prozessor wandelt diesen digitalen Code wieder um und spielt mir das Bild aufs Display. In meinem Kopf wiederholt sich ein ähnlicher Vorgang wie zuvor in der Kamera. Die Lichtwellen aus dem Display prallen auf mein Auge, passieren die Pupille und gelangen in die Linse, die sie bündelt und auf die Netzhaut spiegelt. Zapfen und Stäbchen picken sich die passenden Lichtwellen heraus und leiten sie über den Sehnerv als elektrisches Signal in mein Gehirn. Dieses interpretiert das Signal und konstruiert daraus ein Bild, das Abbild eines Bildes einer Szene, die vielleicht so stattgefunden hat – meine Wahrnehmung von Wirklichkeit. MINT ist Kultur und Kultur ist MINT