
Die Rede unserer FMS-Leiterin und künftigen Rektorin Jacqueline Herrmann an der Abschlussfeier der FMS im KuSpo Pratteln ist ein langer Prompt geworden, der in der Gewissheit endet, dass die menschliche Emotion und der echte Austausch nicht ersetzbar sind. Und so war ein wichtiges Motto der gestrigen Abschlussfeier auch die Dankbarkeit, die nicht nur spürbar war in den spielerischen und kreativen Beiträgen der Klassen, sondern die auch in Worten ausgedrückt wurde. Danke für diesen würdigen Abschied, den wir hier mit Jacqueline Herrmanns Beitrag und mit vielen Fotos von der Feier, darunter die vier Klassenfotos, noch einmal Revue passieren lassen!
Fotos: Daniel Nussbaumer.

„Hallo Chat-GPT!
Du musst mir helfen. Bitte nimm die Rolle einer wohlwollenden und aufmerksamen Schulleiterin ein, die ihre Schule und die Jugendlichen, die hier ein- und ausgehen, kennt und schätzt. Schreibe in dieser Rolle eine etwa 5- bis 8-minütige Rede für die Abschlussfeier von 4 Klassen.
Beginne die Rede mit der Begrüssung aller Anwesenden. Es sind dies die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, die Lehrpersonen, die Mitarbeitenden, die Eltern, eine Vertretung des Schulrates, Frau Caroline Schmid, und die Rektorin der Schule, Frau Brigitte Jäggi. Sprich meine Freude darüber aus, dass sie alle hier sind, denn ich freue mich wirklich sehr, dass sie alle kommen konnten…- (ach, diese intrinsische Freude interessiert dich jetzt nicht, ne, du bist ja kein Mensch, also merk dir einfach Freude und und und. Verstehst du das so? … okay, gut). Jetzt schaffe bitte einen Satz in einladender Stimmung aus maximal 6 – 8 Wörtern – weil es soll ja nicht zu lange werden. Vermutlich wollen alle möglichst bald nach Hause, um das Fussballspiel zu schauen… Nutze persönliche und nicht allzu förmliche Worte. Vielleicht ein Spruch über die schönen Kleider und neuen Schuhe, die die Jugendlichen angezogen haben zu dieser Feier? Ich hoffe, es fällt niemand die Treppe hoch mit den ungewohnt hohen Absätzen… Aber Treppensteigen sind sie sich von ihrer Schulzeit am BZM ja eigentlich gewohnt…
Gut – schreibe die Rede des Weiteren leidenschaftlich (ich möchte gerne leidenschaftlich gestikulieren können!) und bringe die wichtigsten Dinge auf den Punkt. Sei geistreich, aber nicht zu kompliziert, sodass die Inhalte wirklich gut verständlich sind und den Zuhörerinnen und Zuhörern in Erinnerung bleiben. Sei dabei menschlich und authentisch – ganz so, als hätte ich den Text geschrieben!
Die eigentliche Rede soll Folgendes beinhalten:
Es sind insgesamt 72 Schülerinnen und Schüler, welche die Abschlussprüfungen der FMS (das bedeutet Fachmittelschule) erfolgreich hinter sich gebracht haben und nachher ihr Abschlusszeugnis erhalten werden. Bitte erwähne, dass der Weg hierhin nicht für alle von ihnen immer einfach war. So eine Schulzeit ist bei den meisten von Höhen und Tiefen geprägt und manche der Jugendlichen haben wohl ab und zu auch „genug von Schule“ gehabt. Nichtsdestotrotz haben sie sich durchgebissen und es bis hierher geschafft. Schreibe die Rede also so, dass die Jugendlichen stolz auf das Erreichte sein können.
Sei bitte nicht zu überschwänglich im Lob, sodass sie merken, dass sie sich jetzt nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen können, sondern dass das Erreichte viel mehr ein Zwischenziel in ihrer beruflichen Laufbahn bedeutet und der Weg nun weitergehen wird. Vielleicht haben die Jugendlichen ja bei uns tatsächlich gelernt, dass das Erreichen von Zielen und vor allem auch der Weg dahin befriedigender, schöner und toller ist als etwas einfach so zu per Knopfdruck zu bekommen? Dass das «Sich-in-eine-Materie-Eindenken» immer auch ein Erleben ist, das einen prägt, das ein „Ich“, also eine reale Identität, ausmacht.

Wo war ich? Ach ja – beim Weg, der weitergeht…
Dieser Weg führt die Jugendlichen immer näher in einen beruflichen Alltag. Ermutige sie also in der Rede, das Bevorstehende offen, freudig, neugierig, kritisch und interessiert anzugehen. Sprich ihnen Mut zu, dabei sie selber zu sein und ihre Persönlichkeit und ihre individuellen menschlichen Fähigkeiten einzubringen. Mache dabei unbedingt einen Vergleich zur Künstlichen Intelligenz und verweise darauf, dass diese in Zukunft vermutlich nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sein wird. Mache aber deutlich, dass die sozialen Interaktionen, die zwischenmenschlichen Beziehungen und Austausche nicht durch Maschinen und Computer ersetzt werden können und dass menschliche Kreativität und Emotionen Werte sind, die auch in Zukunft von bedeutsamer Wichtigkeit sein werden. Der Mensch füttert ja die KI, nicht umgekehrt. Und Kreativität macht SPASS, sie zeigt mir zum Beispiel, dass ich existiere. Also ich sehe das so, ich weiss nicht, was du darüber denkst, aber meiner Meinung nach sind die Jugendlichen vielleicht schon auch ein bisschen verunsichert von Dir?!
Apropos: an dieser Stelle passt wohl eine Erwähnung der Lehrpersonen, die in ihrem Unterricht ja auch immer wieder mit Dir konfrontiert sind. Dennoch haben sie sich in den vergangenen Jahren stets darum bemüht, ihren Unterricht persönlich, menschlich und kreativ zu gestalten. Danke ihnen dafür! Die Arbeit als Lehrperson ist spannend – auch wenn sie nicht immer ganz einfach ist und zum Beispiel das Thema „Absenzen“ oftmals auch zu Ratlosigkeit geführt hat. Vielleicht findest Du hier Worte, die ich an die Schülerinnen und Schüler richten kann, um meinen Unmut über die teilweise doch „nonchalante“ Haltung in Bezug auf regelmässigen Unterrichtsbesuch zu äussern? Ich will ja nicht im Nachhinein eine Moralpredigt halten – aber das war teilweise schon irritierend…
… Aber vielleicht lässt Du das auch weg – ich will ja bei der Abschlussfeier nicht schlechte Stimmung machen, sondern es soll feierlich sein! Fehlen also nun noch feierliche Worte:
So à la: „Ich freue mich sehr, mit Ihnen Ihren FMS-Abschluss zu feiern und gratulieren Ihnen zu dieser Leistung! Lassen Sie sich feiern und geniessen Sie das Gefühl der Befriedigung und des Erfolgs!“ … nein, das klingt nun wirklich etwas geschwollen… Und Moment mal – wie soll eine künstliche Intelligenz eigentlich feierlich sein können?
Feiern hat ja etwas mit Freude, Erleichterung und Emotionen zu tun. Man könnte sagen, es ist etwas sehr Menschliches!
Warum möchte ich dann diese Rede von einer Maschine schreiben lassen?
Ich möchte doch mit Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen diesen Moment feiern – mit Freude, Emotionen und ganz persönlich! Wir hatten in den letzten Jahren auch Face-to-Face zu tun. Sei es wegen Anmeldungen für Projekte, Fragen zu den Abschlussprüfungen oder anderen – manchmal durchaus auch persönlichen Anliegen. Manchmal waren es erfreuliche, manchmal auch weniger erfreuliche Themen. Aufgrund dieser vielen persönlichen Momente scheint es mir auch wichtig, mir die Zeit zu nehmen, selbst Worte für Ihren FMS-Abschlusses zu formulieren und nicht Chat-GPT damit zu beauftragen. Nun denn:
Ich freue mich sehr, heute mit Ihnen den FMS-Abschluss feiern zu dürfen. Sie haben in den vergangenen Jahren an der Schule in Muttenz viel gelernt. Viel Fachliches, aber auch andere Dinge, die quasi „nebenher“ passiert sind:
Sie haben gelernt, sich zu organisieren und Prioritäten zu setzen. Sie haben viele Menschen kennen gelernt und dabei festgestellt, was Ihnen wichtig ist im Umgang mit anderen. Sie haben gelernt, tolerant zu sein, andere Meinungen zu akzeptieren und eigene Interessen auch einmal zurückzustecken. Viele von Ihnen haben gelernt zu zweifeln und dennoch nicht aufzugeben. Sie haben gelernt, sich selber und andere zu akzeptieren – auch wenn sie vielleicht nicht perfekt sind.
Kurz: Sie haben sich in den letzten paar Jahren in der Schule und auch in Ihrer Freizeit menschlich weiterentwickelt und ich danke an dieser Stelle allen Personen – seien es Ihre Eltern oder auch die Lehrpersonen – die Sie auf diesem Weg begleitet haben.
Alle Begegnungen und Erlebnisse, die Sie in Ihrem bisherigen Lebensweg machen durfte, haben Sie geprägt – im Gegenzug haben Sie selbst auch Ihre Mitmenschen in irgendeiner Art beeinflusst. Es ist ein Geben und Nehmen – ein Wechselspiel, das immer weiter geht.
So haben die Begegnungen und Austausche mit Ihnen allen – also Schülerinnen und Lehrpersonen – auch mich beim Schreiben dieser Rede beeinflusst. Chat-GPT könnte die perfekte Rede schreiben wenn ich einen guten Prompt eingebe (was mir wohl eher mässig gelungen ist, wie Sie ja im ersten Teil der Rede vernommen haben – ich habe den Text dennoch als Prompt eingegeben – Sie können den Link zum Text, den Chat-GPT ausgespuckt hat gerne in den kommenden Tagen auf dem Entfalterblog nachlesen) – aber diese von KI generierte Rede wird nicht eine Rede ersetzen können, welche von Erfahrungen und gemeinsam erlebten Momente geprägt ist. Egal wie gut der Prompt ist. Worte von Mensch zu Mensch – das ist authentisch, das spüren Sie und das ist unendlich wichtig!
Deswegen wünsche ich Ihnen für Ihre berufliche und private Weiterentwicklung ebenfalls viele Begegnungen von Mensch zu Mensch! Geniessen Sie «unperfekte» Reden, freuen Sie sich über einen kleinen Makel an Ihrem Gegenüber und ärgern Sie sich bitte unbedingt auch über den vergessenen Regenschirm oder vielleicht ein verlorenes Fussballspiel. Das richtige Leben ist nicht perfekt! Es ist das Leben und Sie haben es bis hierhin gemeistert und die Schule hinter sich gebracht. Tauchen Sie nun in das Leben nach der Schule ein – geniessen Sie jeden Moment davon! Alle diese Momente prägen Sie und machen Sie einzigartig.
Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem einzigartigen Weg in Ihr Leben und freue mich, mit Ihnen das Erreichen des Etappenziels FMS-Abschluss feiern zu dürfen!“
Jacqueline Herrmann
Und zum Beispiel das hier macht Chat-GPT aus dem Prompt:
https://chatgpt.com/share/79c1b5df-f47a-4210-907a-2ad9d31f3a49
Hier sind nun zuerst die vier Klassenfotos, darunter folgt dann eine Bildergalerie von der gesamten Feier. Wir wünschen viel Spass beim Anschauen!








































































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