Make Beethoven Great Again

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Das Kammerorchester Basel probt sein Konzertprogramm „Make Beethoven Great Again“ unter der Leitung von Giovanni Antonini vom kommenden Montag bis Mittwoch am Gymnasium Muttenz. Das Konzert in Basel mit dem Starcellisten Nicolas Altstaedt findet am 27. März im Musical Theater statt. Schulklassen in Begleitung einer Lehrpersonen haben freien Eintritt.

Drei Schülerinnen aus der 2Wb haben im Rahmen des Workshops „Wie vermarkte ich ein Konzert“, geführt von Barbara Tacchini (Marketingverantwortliche des KOB), Interviewfragen an Nicolas Altstaedt formuliert. Seine schriftlich eingegangen Antworten publizieren wir hier. Er selber wird am Mittwoch der nächsten Woche am Gymnasium Muttenz proben und die Interviewerinnen in der Konzertpause am 27. zu einem Gespräch treffen. – Nu.

Interviewtext für die Klasse 2Wb: Mercedes Martinelli, Fotos: Marco Borggreve (zur Verfügung gestellt)

Klasse 2Wb: In den Medien werden Sie des Öfteren als «Teufelscellist» bezeichnet, wie stehen Sie dazu?

Nicolas Altstaedt: Nikolaus Harnoncourt hat einmal auf eine ähnliche Frage geantwortet: «Ich nehme alles, was ausserhalb von mir stattfindet, nicht wahr.» Das ist in solchen Fällen eine sehr gesunde Einstellung.

Klasse 2Wb: Von Sportlern erwartet und hört man, dass sie ihre Ernährung dem Beruf anpassen. Tun Sie das auch? Welche besonderen Ernährungsgewohnheiten haben Sie? Und gehen Sie auch mal zu McDonald’s?

Nicolas Altstaedt: Wir können sehr viel aus dem Sport lernen, was Vorbereitung angeht, mentale Stärke, Konzentration und Ernährung. Wir reisen viel, schlafen unregelmässig und stets an wechselnden Orten. Je besser man sich ernährt, desto ausdauernder und konzentrierter ist man in Konzerten, beim Proben oder bei Aufnahmen. Aber ich tue dies immer weniger bewusst, sondern folge und höre auf meinen Körper. McDonald’s steht nicht für Ernährung, sondern für eine unethische Industrie.

Unbenannt.pngKlasse 2Wb: Wir haben Videos von Ihnen angeschaut. Sie strahlen an Ihren Konzerten ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein aus. Würden Sie sich diese Eigenschaft auch selber zuschreiben?

Nicolas Altstaedt: Michael Jordan hat einmal gesagt: «Practise like you have never won, play like you have never lost.» Der Weg als Musiker ist geprägt von ständigem Hinterfragen, Zweifeln und Suchen. Auf der Bühne ist man nur ein Medium, um mit dem Publikum gemeinsam «abzuheben».

Klasse 2Wb: Ist das Stück «Rokoko-Variationen» auch Ihr persönliches Lieblingsstück? Wenn ja/nein, wieso?

Nicolas Altstaedt: Am 27.3. wird es mein Lieblingsstück sein!