Parkour-Woche am Gym Muttenz

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Text Pascale Hafen und Jeremias Frischknecht (Bilder Jérôme Depierre)

Eine ganze Woche professionell geleiteter Parkour-Spass! In der Woche vom Montag, 8.4 bis zum Freitag, 12.4 besteht die Chance, in der Halle 4 im Kriegacker unter Anleitung der berühmten World’s Parkour Family Neues zu entdecken. Alle interessierten Schülerinnen und Schüler sind herzlich willkommen! Auch interessierte Lehrpersonen können vorbeischauen, um sich das Spektakel anzusehen.

Während dem Sportunterricht bekommt jede Klasse die Möglichkeit, in einer Doppellektion die Trendsportart Parkour kennenzulernen. Der Workshop wird von den Trainern der WPF Rick Saner (Student, ehemaliger Schüler des Gymnasiums Muttenz), Chris Harmat (Socialmedia Manager, Fitness Coach, Parkour-Weltmeister, Vereinsvorstand), Simon ‘Molejo’ Brenner (Wirtschaftsstudent, Sportleiter für das Sportamt Basel, WPF Vereinsvorstand), Maurice Ndotoni (Primarlehrer unter anderem für die Fachschaft Sport, WPF Vereinsvorstand) und Jeremias A. Frischknecht (Schüler am Gymnasium Muttenz) geleitet. Näheres über die Sportart und die World’s Parkour Family erfahrt ihr im folgenden Text von unserem Schüler Jeremias Frischknecht (4MZ):

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Parkour ist:

  • Sportliche Betätigung in Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht, Präzision und Ausdauer
  • Eine genaue Wahrnehmung des eigenen Körpers und dessen Fähigkeiten
  • Die kreative Auseinandersetzung mit einer meist urbanen Umgebung
  • Immer wieder Grenzen überwinden
  • Kleine oder grosse Erfolgserlebnisse geniessen

Diese Punkte versuchen Parkour ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu schildern. Manch einer würde die Sportart aber sicherlich auch anders beschreiben, denn Parkour ist sowohl eine Bewegungskunst wie auch eine Sportart. Es geht darum, einen individuellen Weg von einem Punkt «A» zu einem Punkt «B» zu finden und zu gestalten. Ursprünglich als Rückzugstechnik für den Krieg entwickelt, besteht heute das Ziel darin, jeweils neue Kombinationen von Bewegungselementen zu finden, um damit die Flüssigkeit der Bewegungen sowie die Geschwindigkeit zu steigern. Ein wichtiger Faktor ist dabei, dass nur mit dem eigenen Körper – also ohne Hilfsmittel – gearbeitet wird. Dabei spielt jedoch die Umgebung des Praktizierenden eine grosse Rolle. Es werden Mauern, Gräben, Geländer, Bäume oder diverse andere Hindernisse in Sekundenschnelle übersprungen, als Fixpunkte benutzt oder auf andere Art und Weise direkt in die Route mit einbezogen. Der Begriff «Parkour», welcher heutzutage hauptsächlich genutzt wird, vereint dabei die Begriffe «Le Parkour» und «Freerunning». Le Parkour ist dabei die auf maximale Effizienz hingerichtete Sportart und Freerunning die auf Individualität und Ästhetik setzende Bewegungskunst.

„Parkour ist nur so gefährlich, wie man es sich macht“ lautet eine fast schon banal anmutende Weisheit. Tatsächlich ist für die Kunststücke der Parkour-Profis jahrelanges, diszipliniertes Training erforderlich. Etwaige Überschätzungen der eigenen Fähigkeiten werden teuer bezahlt. Ein Traceur muss sich daher Schritt für Schritt seinen Zielen nähern, wobei jeder einmal am Anfang gestanden ist.

 

 

Der Beginn der «World’s Parkour Family» war eine Gruppe von Freunden, die sich über den Sport kennengelernt hatten und sich «Parkour Team Basel» nannten. Schon bald begann man jedoch umfassender zu denken und wollte nicht nur in Basel bekannt sein, sondern sich weltweit in der Szene präsentieren und die Community umschliessen. Im Jahr 2010 gründete Christian Harmat zusammen mit Kevin Fluri die Firma «World’s Parkour Family» (WPF), um eine rechtliche Grundlage zu schaffen, damit Trainings angeboten und spezielle Kleider produziert, bedruckt und vertrieben werden konnten. Heute, neun Jahre nach der Gründung werden wöchentlich rund 60 Jugendliche und 20 Studierende trainiert. Unternehmen buchen Shows, und die «World’s Parkour Family» ist sowohl in der Schweizer wie auch internationalen Parkourszene zu einem Begriff geworden.

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