Am 21. Oktober tauchten die A-SuS der Klasse 2AW (Schwerpunkt Mathematik) an der Universität Bern in eine Welt ein, in der Musik, Poesie und Mathematik zusammenkamen.
(Text und Bilder: Alex van den Brandhof)
yamātārājabhānasalagā?
Der Referent des Abends war Manjul Bhargava (Princeton University). Bhargava ist ein Gigant der modernen Mathematik – 2014 erhielt er die Fields-Medaille (das mathematische Äquivalent des Nobelpreises, mit der zusätzlichen Voraussetzung dass man unter vierzig ist). Ausserdem ist Bhargava ein begnadeter Tabla-Spieler. Mit seinen Rhythmen und faszinierenden Beispielen bezauberte er uns (und den Rest des Publikums) von der ersten Minute an.
Bhargava begann mit einer scheinbar einfachen Frage: Wie viele Möglichkeiten gibt es, eine Taktlänge von n Schlägen (Beats) aus kurzen Silben (1 Schlag) und langen Silben (2 Schläge) zusammenzusetzen?
Die Antwort lieferte der Inder Pingala bereits um 300 v. Chr., lange bevor westliche Mathematiker überhaupt daran dachten. Pingala entdeckte anhand der Dichtkunst und Musik eine Zahlenfolge, die viel später von Fibonacci wiederentdeckt wurde – unter dessen Namen die Zahlenfolge heute noch bekannt ist.
Und wir, die 2A, wissen nun auch, was yamātārājabhānasalagā bedeutet. Ein inspirierender Abend!