Echt indisches Curry aus der Migros, lustige Slams und was alles passiert, wenn man keine Kopfhörer trägt

 

Die Jury des Poetry-Slams bei der Bewertung der Performances 1

von Laura Häusler und Ann Hunziker (Text), Timo Kröner (Bilder)

Unter tosendem Applaus betritt Jan Pagotto den gefüllten Saal im Pavillon, wo die Klassen F2a, F2b und F2c nervös und motiviert zugleich auf den grossen Auftritt vor dem Mikrophon warten. Wie im echten Slammer-Leben erklären die fachkundigen Moderatorinnen Caroline und Svenja die Regeln und schon geben die Slamer von tiefsinnigen Texten über den Sinn des Lebens, den Menschen als Monster, das Unsichtbarsein, die Jugend von heute bis hin zur Anwendung von Clerasil, dem Zusammenhang zwischen Kirchgang und Autofahren alles. Das Publikum lacht, johlt und stampft!

Die Jury wählt die drei SiegerInnen: Danusha (F2b) mit ihrem Text über Heidi und Beatrice, die sich im Tram fachkundig über indisches Essen aus der Migros äussern, Cheyenne (F2b), die lustig übers Lustigsein slamt, und Raphael (F2b), der ohne Kopfhörer im ÖV leidet. Statt der üblichen Flasche Whisky gibt’s eine Flasche Süssigkeiten, Kino- und Einkaufsgutscheine. Die Ehre bleibt die gleiche. Die ganze Show ist der Abschuss einer Unterrichtseinheit im Fach Deutsch. Dort haben die Slammerinnen und Slammer in den letzten Wochen die Texte geschrieben und die Performance eingeübt. Der gemeinsame Besuch eines Poetry Slams im Parterre in Basel hat uns zusätzlich inspiriert. Ein durchwegs gelungener Anlass!