In der Schule eine andere Welt erfahren

von Timo Kröner (Fotos: Nu)

„Die Anwesenheit des Kammerorchesters sorgt für eine spürbar freudige Aufregung in der Schule.“ So eröffnet Brigitte Jäggi, unsere Rektorin, erfreut die Pressekonferenz zu dem Projekt Schule macht Orchester, in dessen Rahmen das Kammerorchester im Foyer des Gymnasiums Muttenz probt.

Neben den Organisatoren des Projektes, Regisseurin Salomé Imhof und Geschäftsführer Marcel Falk vom Kammerorchester sowie Christoph Huldi von unserer Schule, waren die Vermittlungbeauftragte des Kammerorchesters Noëmi Schwank und die Marketingverantwortliche Barbara Tacchini anwesend. Anne Schöfer nahm als Vertreterin von „Kulturelles in Schulen“ teil. Eine Journalistin von der Basellandschaftlichen Zeitung und eine vom SRF Regionaljournal sowie ein Journalist von der Basler Zeitung berichten voraussichtlich über das Projekt.

„Schule macht Orchester“ hat das Ziel, wechselseitige Prozesse auszulösen und gemeinsam erlebbar zu machen. Das Kammerorchester ist an drei Terminen bei uns an der Schule. In einem ersten Schritt haben Musiker ihre Arbeit im Rahmen des Klassenzimmerstückes vorgestellt. Während der jetzt abgehaltenen Orchesterproben können in einem weiteren Schritt seit gestern Klassen und einzelne Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Musikerinnen und Musiker direkt erleben. Dabei können sie diese Proben unterschiedlich erleben: schreibend, zuhörend, zeichnend, Noten nachvollziehend. Darüber hinaus können Klassen im Unterricht Querverbindungen von der Arbeit des Kammerorchesters zu Lerninhalten knüpfen. So behandelt eine Klasse das Thema Marketing und Projektmanagement im Wirtschaftsunterricht und arbeitet dabei eng mit dem Kammerorchester zusammen.

Christoph Huldi betont, wie wichtig es für die Schülerinnen und Schüler ist, sich mit dieser „Kulturgegenwart“ auseinanderzusetzen und zu erleben, wie professionelle Musikerinnen und Musiker arbeiten. Dies findet in Kooperation mit verschiedenen Fächern statt: Englisch, Deutsch, Wirtschaft, Psychologie, Musik. Daneben können interessierte Lernende einfach so in die Proben sitzen. Trotzdem seien gerade die langen Zeiträume solcher Projekte spannend, weil die Lernenden sonst kaum über so lange Zeit verbindlich an einem Projekt arbeiten. Und nicht zuletzt bekommen die Schülerinnen und Schüler vielfältige emotionale Anknüpfungspunkte an Aspekte von Musik, die einem im „normalen“ Alltag nicht so begegnen werden.

Des weiteren waren  heute bei den Proben eine IBK-Klasse und die Regisseurin Salomé Imhof anwesend, mit welchen der Gym Chor ein musikalisches Projekt erarbeiten wird: „Die Sache beginnt mit einem Donnerschlag“, eine gemeinsame musikalische Umsetzung der „Dance des Morts“ vor Arthur Honegger. Das wird laut Anne Schöfer ein Schulprojekt mit einer grossen Strahlkraft, weil es als Musikprojekt Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Stufen, „Experten des Alltags“, sowie Musikerinnen und Musiker, „Experten ihrer Instrumente“, zusammenbringt. So können sich mehrere Erfahrungs- und Wahrnehmungswelten gegenseitig befruchten. Dadurch entstünden anregende Impulse, auch weil solche Projekte für alle Beteiligten durchaus anspruchvoll ist. Und doch sei es ein Glücksfall, dass bei dem Projekt in Muttenz zwei sehr erfahrene Akteuere zusammentreffen und so den Erfolg dieses Projekts garantieren.

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