Und wenn si denn chöme, verstehen wir sie dann ou est-ce qu’il faudra parler français?

Heinz Altwegg - 161_29512

von Kathrin Leiva (Fotos: Heinz Altwegg)

Gemischte Gefühle dominierten ganz offensichtlich sowohl die Schülergruppe aus Muttenz, die Klasse 2A, wie auch die Gäste aus dem „Gymnase de Morges“. So gaben sie sich beim Vorstellen am Montagvormittag nur kurz die Hand und zogen sich gleich wieder in die Klassengemeinschaft zurück. Lange zögern konnten sie allerdings nicht, ging es doch grad los in den Sportunterricht, bei dem die französischsprachigen Gäste gleich mitmachen durften. Das war der Beginn eines dichten Programms: Am Vormittag gab es jeweils gemeinsamen Unterricht – nach Stundenplan und doch ganz anders – in der Aula des Pavillons. Auf Deutsch und Französisch wurden hier Mathematikaufgaben erklärt, Physikprobleme analysiert oder Landkarten von Morges und Muttenz studiert, in gemischten Gruppen wurde in Englisch im Quiz um jeden Punkt gekämpft, – aufzählen könnte man noch mehr. Gemeinsam war all diesen Aktivitäten, dass sie in gemischten Gruppen durchgeführt wurden. Immer arbeiteten Französisch sprechende Schülerinnen und Schüler mit ihren Deutsch sprechenden Partnerinnen und Partnern zusammen. Am Nachmittag war dann jeweils ein Sonderprogramm angesagt, das die Schar aus dem Schulhaus hinausführte.

Es war eine reiche, auch eine anstrengende Woche. Doch nach dieser Deutschwoche für die Schülerinnen und Schüler aus Morges sagte eine der Schülerinnen zu ihrer Lehrerin: „Was ist auch los, ich reagiere ja auf Deutsch!“ Unsere Klasse 2A hat ihre Französischwoche in Morges noch vor sich. Die Hemmschwellen sind aber wohl bereits etwas abgebaut, haben die Muttenzer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten doch bereits eine intensive Woche mit ihren Partnerinnen und Partnern aus der Romandie verbracht. Wer weiss, vielleicht findet sogar das eine oder andere E-Mail den Weg über die Sprachgrenze, bis die 2A im April in die Welschschweiz reist.