Lernen von den Profis

Der WK Sportgeo mit Beni SteffenDas EF Sport mit Arnold the Cobra Gjergjaj

Von Adi Marbacher (Text und Bilder)

In einer Schulwelt, in der die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle spielt und spielen wird, dürfen echte Erlebnisse und wahre Begegnungen nicht zu kurz kommen. Wir alle erinnern uns noch Jahre danach an spezielle Schulanlässe. Sei es das Schulhausfest vor 30 Jahren, ein Grillfest der eigenen Klasse, lustige Episoden auf Bildungsreisen, die Gespräche auf der Zugfahrt an den Schneesporttag oder an die spannenden Exkursionen mit kompetenten Experten. In Wahlkursen und Ergänzungsfächern sind solche Exkursionen besonders fruchtbar. Eine homogene Gruppe besucht einen Fachmann oder eine Fachfrau zu einem speziellen Thema. Der im Unterricht besprochene Stoff wird begreifbar und mit Emotionen und bleibenden Erinnerungen verknüpft.

In der Woche vor den Weihnachtsferien hatten wir die Möglichkeiten, zwei der in ihren Sportarten Weltbesten zu besuchen. Mit dem interdisziplinären Wahlkurs Sport und Geografie besuchten wir den Fechter Beni Steffen. Er focht an Olympischen Spielen (Platz 4 in Rio 2016) und an Welt- und Europameisterschaften. In diesem Jahr gewann der sympathische 36-Jährige den Weltmeistertitel im Team. In einem halbstündigen Vortrag erzählte er uns über die Sportförderung in der Schweiz und seine Erlebnisse an den Olympischen Spielen in Rio. Anschliessend durften wir mit dem Englisch- und Sportlehrer des Gym Bäumlihof fechten. Mit gut gewählten und witzigen Übungen führte Beni uns ins Fechten ein, so dass wir uns zum Schluss in Duellen messen konnten.

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Einen Tag später besuchten wir mit dem Ergänzungsfach Sport den Profiboxer Arnold Gjergjaj in seinem Boxfit in Pratteln. Der 34-jährige 197cm grosse und 106kg schwere Topathlet führte uns ins Boxen ein. Mit seiner eindrücklichen Bilanz von 31 Siegen aus 33 Kämpfen ist Arnold «the Cobra» einer der besten Schwergewichtsboxer in Europa. Mit seiner ruhigen und klaren Art leitete er einen abwechslungsreichen Nachmittag. Schnelligkeit, koordinative Fähigkeiten, Ausdauer und Kraft waren im zweistündigen Training gefordert. Dem Aufwärmen und Techniktraining folgte das Sparring im Lightcontactboxing. Zum Abschluss wurde an den konditionellen Fähigkeiten in Form eines Circuits gearbeitet. In Erinnerung bleiben die Müdigkeit nach dem Training und ein tolles Erlebnis im Angesicht eines sanften Riesen.

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